Staden: Zitate stammten nicht von Schattner

Homberg. Die Theodor-Heuss-Schule in Homberg hat dieses Jahr zum Hans-Staden-Jahr erklärt, um den Schülern die Bedeutung Hans Stadens für Homberg, Nordhessen, Brasilien und Deutschland bewusst zu machen. Damit soll sich im Unterricht und in Projekten beschäftigt werden (wir berichteten). Durch einen Übermittlungsfehler kam es in unserem Bericht über das Hans-Staden-Jahr an der THS jedoch zu einem Missverständnis.

Daher konnte der Eindruck entstehen, ein Zitat aus der Zeitschrift „Spiegel“ vom August 1996 und ein Zitat aus der Studienarbeit „Zwischen Kannibalismus und Kommerz – Der Vorwurf des Kannibalismus in Hans Stadens Reisebericht Warhaftige Historia“ von Martina Ehrngruber aus dem Grin-Verlag (2011) stammten von THS-Lehrer Thomas Schattner. Dabei handelt es sich um die folgenden Zitate:

• „So fühlten sich die spanischen Bluthunde im Recht, als sie die Indianer niedermetzelten.“ (Spiegel)

• „Für die einen ist Staden so ein großartiger Reiseschriftsteller, der in einem Atemzug mit Christoph Kolumbus, Georg Forster und Alexander von Humboldt genannt wird, für die anderen ist Staden jemand, der geistig den Völkermord an den indianischen Ureinwohnern Südamerikas mit zu verantworten hat. Folglich scheiden sich an keinem Homberger so die Geister wie an Hans Staden“ (Studienarbeit Marina Ehrngruber). (may)

Quelle: HNA

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