Großes Defizit im Haushalt 2013 erwartet

Schwalmstadt fehlen drei Millionen Euro

Schwalmstadt. Es geht mehr raus als reinkommt: Bürgermeister Dr. Gerald Näser stellte am Donnerstagabend dem Schwalmstädter Parlament den Haushaltsplan für 2013 vor. Fazit: Ein Defizit von drei Millionen Euro, die finanzielle Situation der Stadt ist ernst.

Gerald Näser betonte: Die öffentlichen Mittel reichen nicht mehr aus, um einen allgemeinen Ausgleich herzustellen.“ Der Bürgermeister wiederholte seine Aussage, dass Schwalmstadt unter den hessischen Rettungsschirm gehöre. Denn ohne staatliche Hilfe sei seiner Ansicht nach in den nächsten Jahren kein ausgeglichener Haushalt mehr möglich.

Als Gründe für die Belastung der städtischen Kasse führte der Bürgermeister zum einen den Zuschuss für die Kindertagesstätten an. Dieser betrage mittlerweile 2,72 Millionen Euro. Durch die Betreuung der Unter-Dreijährigen seien mehr Erzieher nötig und das kostet 336.000 Euro.

Die Ausgaben für städtisches Personal und Versorgung schlagen mit einem Anstieg von 1,4 Millionen Euro zu Buche. Zum anderen führt ein Anstieg der Kreis- und Schulumlage zu Mehrkosten von 500.000 Euro, im Gegensatz dazu fehlen durch Einführung der gesplitteten Abwassergebühr und veränderte Sockelbeträge der Einkommenssteuer zusammen 900.000 Euro.

Dort will die Stadt sparen

Im Haushaltssicherungskonzept schlägt der Magistrat Sparmaßnahmen vor. So sollen freiwillige Leistungen der Stadt überprüft werden. Dazu zählen das Stadtmarketing, Ehrungen und Empfänge sowie kulturelle Veranstaltungen. Investitionen wie im Straßenbau sollen nur noch bei Bundes- oder Landesförderung erwogen werden.

Gebühren- und Steuererhöhungen sollen mehr Geld in die städtische Kasse spülen. Über den Haushalt stimmt das Parlament im März ab. (cls)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Wochenendausgabe der Schwälmer Allgemeinen.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare