26.000-Quadratmeter-Areal für Neubau der Klinik

Stadt Wolfhagen kauft große Fläche am Stadtrand

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Landwirtschaftliche Fläche: 26.000 Quadratmeter groß ist das Areal, dass die Stadt jetzt kaufte. Rechts erhebt sich der Ofenberg, in der Bildmitte der Hof Waßmuth, der ebenfalls Teil des Kaufpakets ist.

Wolfhagen. Der Vertrag ist unterschrieben, die Tinte trocken: Die Stadt Wolfhagen hat ein verkehrstechnisch bestens gelegenes Gelände gekauft. Laut Bürgermeister Reinhard Schaake ist die Fläche favorisierter Standort im Fall eines Klinikneubaus.

Rund 26.000 Quadratmeter groß ist die Fläche im Eckbereich Kurfürstenstraße und Landesstraße nach Bründersen. Das Grünland ist zum Teil mit alten Obstbäumen bewachsen und diente in den vergangenen Jahren überwiegend als Pferdeweide.

Zum angekauften Areal gehört auch ein landwirtschaftliches Anwesen, der Hof Waßmuth. Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake erklärte, den Kaufpreis werde er wie bei solchen Immobiliengeschäften üblich, nicht nennen.

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Die bisherige Eigentümerin wohne noch im Haus und könne dort auch bleiben, „so lange sie will“. Einer möglichen Bebauung stünde dies nicht im Wege, da das Haus direkt an der Straße stehe. Die Wirtschaftsgebäude des Hofes könnten dagegen schon im kommenden Jahr abgerissen werden.

„Ich war seit mehr als zehn Jahren dran an dem Grundstück“, erklärte der Bürgermeister. Zu einem Verkauf des Grundstücks, das Schaake als „eine für die Stadt wichtige Entwicklungsfläche“ bezeichnete, sei die Eigentümerin aber zuvor nicht zu bewegen gewesen.

Zunächst habe man die Fläche für eine Wohnbebauung im Blick gehabt. Nun, nachdem die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) einen Neubau der Wolfhager Klinik in Stadtnähe und mit sehr guter Verkehrsanbindung an die Bundesstraße ins Gespräch brachte, sehe man das Grundstück für diesen Zweck als ideal an.

Ob es allerdings dazu kommen wird, dass dort am Fuße des Gotzenbergs ein neues Krankenhaus gebaut wird, sei nach den aktuellen Entwicklungen mit der angekündigten Schließung der Geburtshilfe zunehmend fraglich. Anfang des kommenden Jahres, so Schaake, werde man sich „mit der GNH zusammensetzen und realistisch klären, was machbar ist“.

Auch wenn sich der Klinikneubau, der wohl frühestens zum Ende des Jahrzehnts anstehen würde, nicht ergäbe, habe man mit dem Kauf der Fläche die richtige Entscheidung getroffen. Nachfragen aus dem gewerblichen Bereich habe es früher schon gegeben. Und auch in Sachen Wohnbebauung gebe es in Wolfhagen ausreichenden Bedarf.

Zunächst gelte es, das Gespräch mit der Gesundheit Nordhessen Holding abzuwarten. Danach würden dann die Weichen für die Zukunft des neuen städtischen Geländes gestellt.

Quelle: HNA

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