Kassel bei MT-Spielern beliebt: Appelgren zog in den Vorderen Westen

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Kassel

Melsungen. Es ist ein Spagat für die Handballer der MT Melsungen. Ihr Hauptsitz ist in Melsungen, wo sie auch trainieren. Gespielt wird aber in Kassel. Die Spieler pendeln zwischen den beiden Orten.

Immer mehr von ihnen entscheiden sich in Kassel zu wohnen. Mittlerweile ist es fast die Hälfte der Mannschaft. Neuester Kasseler ist seit Mittwoch Ersatztorwart Mikael Appelgren. Er ist in den Vorderen Westen gezogen.Von Jonathan Vorrath

Gleich am Montag stand die Umzugsfirma bei Appelgren in Melsungen vor der Tür. Der Handballprofi war da schon auf dem Weg zum Training. Mittags war er dann mit seinen Mannschaftskollegen Per Sandström und Patrik Fahlgren vor der neuen Wohnung in Kassel zum Kistenschleppen zur Stelle.

Appelgren hat gerne in Melsungen gewohnt: „Die Stadt hat einen gewissen Charme. Es ist keinesfalls so, dass ich ich mich hier unwohl gefühlt habe.“

Trotzdem hat es ihn jetzt vom Land in die Großstadt gezogen. „Dort wohnen mit Patrik Fahlgren und Per Sandström schon zwei meiner Freunde.“ Das sei natürlich ein Vorteil. Aber auch das Freizeitangebot in Kassel sei ein Grund für den Umzug. „Dort gibt es mehr Möglichkeiten, auch jenseits des Sports etwas zu unternehmen.

Dass immer mehr Spieler nach Kassel ziehen, ist für den Verein kein Problem: „Wir wollen auch in Kassel Fuß fassen und Identifikation bei den Fans schaffen“, erklärte MT-Sprecher Bernd Kaiser. Man wolle aber auch die Verbindung zum Hauptsitz nicht verlieren.

„Es leben auch noch viele Spieler in Melsungen.“ Schließlich werde dort auch trainiert. Man müsse aber auch bedenken, dass viele Spieler die Großstadt gewöhnt seien. „Gerade diejenigen, die von auswärts zu uns wechseln, müssen sich erst an das ländliche Umfeld gewöhnen.“

Kaiser versichert, dass die Spieler der MT auch weiterhin in Melsungen anzutreffen sein werden.

Dazu Vorstand Axel Geerken

„Wir können und wollen natürlich unseren Spielern nicht vorschreiben, wo sie zu wohnen haben. Das macht ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern ja auch nicht“, erklärte Vorstand Axel Geerken.

Insgesamt versuche man als Club den Spagat zwischen dem Stammsitz Melsungen und dem Spielort Kassel zu schaffen und beiden gerecht zu werden. „Die Tatsache, dass auch Fans in Kassel dort Spieler auf der Straße antreffen können, ist ebenso willkommen, wie in Melsungen.“ Der Haupttrainingsort liege zwar weiter in Melsungen, aber es werde hin und wieder auch in Kassel trainiert. „Zudem sitzen dort mit unserem Physio-Partner und unserem Mannschaftsorthopäden zwei wichtige Anlaufstellen für unsere Spieler.“

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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