Muzkkka: Keim wünscht Signale aus Melsungen innerhalb des nächsten halben Jahres

Muzzzka: Museumsdirektor hofft auf Signale aus Melsungen

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Sucht einen neuen Standort für sein Museum: Der aus dem Homberger Stadtteil Relbehausen stammende Professor Dr. Walther Keim.

Melsungen. Die Entscheidung, ob es in Melsungen für das Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka) eine Perspektive gibt, sollte innerhalb des nächsten halben Jahres getroffen werden. Das ist zumindest der Wunsch von Professor Dr. Walther Keim.

Es sollte keine allzu große zeitliche Lücke entstehen, sagt Keim, Direktor des Museums, das sich derzeit noch in Rotenburg befindet. Er würde gerne an einem neuen Standort mit einer größeren, namhaften Ausstellung starten. „Die liegen aber nicht auf der Straße“, sagt der Museumsdirektor.

In Rotenburg hatte er seinen Rückzug erklärt, weil es Querelen um einen An- und Umbau des Museums gegeben hatte. Ein letzter Rettungsversuch in der vergangenen Woche war gescheitert (wir berichteten).

Melsungen hatte sich bereits vor einigen Wochen um das Muzkkka bemüht, aber auch Bad Hersfeld ist mit Walther Keim im Gespräch.

Mitte August hatten Melsungens Bürgermeister Dieter Runzheimer und der Büroleiter des Melsunger Rathauses, Thomas Garde, das Museum besucht. „Wir waren sehr angetan von dem Haus und der Ausstellung.“, sagte Runzheimer gegenüber der HNA. Mit Keim sei vereinbart worden, dass es nächstes Jahr eine Ausstellung in Melsungen geben sollte, um zu sehen, wie dieses Angebot angenommen werde.

Keim hat eine Wanderausstellung zusammengestellt, die im Oktober unter anderem in Bamberg und München Station macht. Sie könnte Anfang nächsten Jahres auch in Melsungen gezeigt werden, sagte er gegenüber der HNA. Es handele sich um eine Ausstellung mit 65 Exponaten von deutschen und afrikanischen Karikaturisten.

Eine Entscheidung, ob er mit dem Muzkkka nach Melsungen komme, sei noch nicht gefallen, erklärte Keim. Zwei Voraussetzungen möchte er erfüllt wissen: Ein geeignetes Gebäude müsse gefunden und die Ausstellung dauerhaft finanziell abgesichert werden. Abgesehen von möglichen Umbauten an einem Gebäude gehe es um ein jährliches Budget von etwa 30.000 Euro für den Unterhaltungsaufwand, erklärte der Museumsdirektor.

In Melsungen wird derzeit überlegt, welche städtischen Gebäude für ein Museum in Frage kämen. Welche das sein könnten, lässt Runzheimer weiterhin offen. „Wir sind aber guter Dinge“, sagte er. Ein Finanzierungskonzept gebe es noch nicht. „Man wird aber gut daran tun, auch Mäzene für das Projekt zu finden. Das dürfte aber kein Problem sein, wenn das Klima stimmt“, fügte er hinzu. Ein Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur würde die Stadt bereichern.

In Rotenburg gehen die Lichter im Muzkkka definitiv am 31. Dezember aus. Vom 18. Oktober bis Mitte Dezember sollen dort noch Arbeiten des Spangenberger Malers Horst Knobel gezeigt werden, kündigte Keim an.

Quelle: HNA

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