Gudensberg und Jeltsch-Laskowitz beschließen Städtepartnerschaft

Stadt ist nicht mehr solo

Tusch für die Partnerschaft: von links Frank Börner mit Kazimierz Putyra, Bürgermeister von Jeltsch-Laskowitz, und Walter Pippert mit dem Spielmannszug im Bürgerhaus. Foto: Dewert

Gudensberg. Aus einer Schwärmerei ist eine feste Partnerschaft geworden. Künftig wird auf den Gudensberger Tafeln mit den Städtepartnerschaften ein neuer Name prangen: der von Jeltsch-Laskowitz (Jelcz-Laskowice).

Die Bürgermeister der beiden Städte schüttelten sich am Donnerstagabend im Gudensberger Bürgerhaus die Hände – zuvor hatten sie die deutsch-polnische Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. „Es ist vollbracht“, sagte Frank Börner.

„Auf den ersten Blick wusste ich, das passt“

Kazimierz Putyra

Seit Juni 2009 bemühten sich Gudensberg und Jelcz-Laskowice umeinander. Eigentlich hätte die Partnerschaft sogar noch schneller besiegelt werden sollen. Nach Dr. Edgar Frankes Berufswechsel – vom Bürgermeister zum Bundestagsabgeordneten – stand die Stadt aber von September bis Februar kopf- und bürgermeisterlos da.

Börner machte aber da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hatte. Nach gegenseitigen Besuchen stand der Entschluss schnell fest: eine dauerhafte Partnerschaft sollte her. In den vergangenen Jahren stand Gudensberg ohnehin solo da – andere aktive Partnerschaften gibt es nicht.

„Auf den ersten Blick wusste ich, das passt“, sagte Kazimierz Putyra, Bürgermeister von Jeltsch-Laskowitz, in der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag.

Die Abgeordneten hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einstimmig ihr Ja-Wort gegeben.

In ihren Redebeiträgen waren sich alle Fraktionen einige: nun komme es darauf an, die Partnerschaft mit Leben zu füllen. Partnerschaften, Wettkämpfe und Austausche sollen jetzt zügig auf den Weg gebracht werden. Paralellen zwischen den Städten gebe es einige, sagte Walter Pippert, Stadtverordnetenvorsteher. Beide Städte hätten starke Sportvereine, eine engagierte Feuerwehr, ein tolles Schwimmbad, klasse Einwohner und schöne Rathäuser. Beim Vergleich der Verwaltungssitze hat Jeltsch-Laskowitz die Nase vorn. Der Bürgermeister residiert in einem schlossähnlichen Bau.

Die Stadt vor den Toren Breslaus hat 22 000 Einwohner.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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