Schleife statt Abkürzung

Stadt prüft: Gassen am Marktplatz dauerhaft für Verkehr gesperrt?

Dicht gemacht: Absperrgitter blockieren derzeit die beiden Gassen am Naumburger Marktplatz. An die Beschilderung, die das Befahren nur Anliegern erlaubte, hielt sich so gut wie niemand. Foto:  Norbert Müller

Naumburg. Kein Durchkommen mehr: Die beiden Gassen, die vom Naumburger Marktplatz abwärts in Richtung Kirchstraße und Alter Hagen führen, sind mit Bauschildern dicht gemacht. Allerdings hat die Sperrung nichts mit Arbeiten am Pflaster zu tun.

Sie wurden gesperrt, weil so der Durchgangsverkehr unterbunden werden soll. Beide namenlose Gassen, sagt Bürgermeister Stefan Hable, sind seit vielen Jahren Anliegerstraßen. Anlieger waren es, die sich bei der Stadt beschwert haben, dass sich niemand an die Vorschrift hält und inzwischen ein erträgliches Maß überschritten sei. Vor allem morgens, so die Klage, würden jede Menge Autos, die aus dem Waldecker Land kommen, hinter der Stadtpfarrkirche links abbiegen, um über den Marktplatz, die obere Gasse und die Porte abzukürzen und dann in Richtung Ippinghausen, Altenstädt oder zum Haus Sankt Martin weiterzufahren. Eigentlich hätten sie die Schleife über die Untere Straße und die Straße Im Hain nehmen müssen. Zeitverlust: etwa zwei Minuten.

„Wenn es etwas für die Anwohner bringt, schlagen wir dem Ortsbeirat Poller vor.“

„Wir haben eine Zählung gemacht, und die Mitarbeiter des Ordnungsbehördenbezirks haben kontrolliert“, sagt der Naumburger Verwaltungschef. Die Schilderungen der Anwohner seien dabei bestätigt worden. Zusammen mit dem Ortsbeirat habe man nach einer Lösung gesucht, habe überlegt, ob eine Einbahnstraßenregelung von der Porte Richtung Marktplatz eine Lösung wäre. Diese Variante sei verworfen worden, weil dann auch die Anwohner den Bogen über die Untere Straße hätten nehmen müssen.

So kam man auf die Idee, die beiden Gassen künftig mit je einem Poller zu sperren. „Wir probieren jetzt aus, ob das die Lösung ist“, sagt Hable. Deshalb habe man nun die Schilder aufgestellt. Die Testphase soll bis Mitte Oktober laufen.

Der Bürgermeister: „Wenn es etwas für die Anwohner bringt, schlagen wir dem Ortsbeirat Poller vor. Dann gibt es keine Abkürzung mehr.“

Quelle: HNA

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