Stadt will Stelle schaffen für Sportentwicklung

Wolfhagen. Die Stadt Wolfhagen soll einen Sportentwicklungsplan erhalten. Das beschlossen die Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung. Zusätzlich gab es eine knappe Mehrheit für einen CDU-Antrag, dazu noch eine halbe Stelle für den Bereich Sportentwicklung einzurichten.

Während die Sinnhaftigkeit eines Sportentwicklungsplanes, der von einem sportwissenschaftliche Institut erstellt werden soll, nur von sehr wenigen Stadtverordneten angezweifelt wurde, sah das bei der Aufstockung der Verwaltung um eine halbe Stelle anders aus. Elf Befürwortern standen acht Verweigerer gegenüber. Vier Parlamentarier enthielten sich.

Jürgen Hildenbeutel (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Soziales, erläuterte das Vorhaben. Auch angesichts des demografischen Wandels werden die Sportvereine in den kommenden Jahren Schwierigkeiten haben, ihre Mitgliederzahlen zu halten. Hildenbeutel: „Die Vereine müssen ihre Strukturen anpassen. Und die Stadt will einen Beitrag leisten, den Vereinen die Aufgabe zu erleichtern.“ Die Aufgaben könnten nicht ohne zusätzliches Personal gelöst werden.

Uwe Nord, Fraktionsvorsitzender des BWB, erklärte, es sei gut, dass sich die Stadt des Themas annehme. Dass allerdings ein Planungsbüro für 32 000 Euro die Aufgaben erledigen solle, kritisierte er. Das Geld „wäre in den Sportstätten gut angelegt“.

Ähnlich sah es auch Peter Kranz von den Grünen. Man wolle zwar auch die Weiterentwicklung des Sports, aber: „32.000 Euro halte ich für überzogen.“

Heiko Weiershäuser kündigte Zustimmung für die Studie an. Das Feld werde zunehmend den Sportstudios überlassen.

Ein Sportentwicklungsplan sei eine gute Sache, sagte Jens Kühle (BWB). Er finde es aber erschreckend, dass immer dann, wenn etwas mehr Kreativität gefragt sei, ein Planungsbüro eingeschaltet werde. Die Aufgabe sei sicher von der Verwaltung zu stemmen, auch ohne neue Stelle. (nom)

Quelle: HNA

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