Weichen für die Zukunft gestellt

Stadt Wolfhagen und Energie Waldeck Frankenberg unterzeichnen Erdgas-Vertrag

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Den Hebel umgelegt: von links Stadtrat Horst Förste, Bürgermeister Reinhard Schaake sowie EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller besiegelten am Gas-Anschluss im Rathaus symbolisch den Gas-Konzessionsvertrag zwischen der Stadt Wolfhagen und der EWF.

Wolfhagen. Die Unterschrift auf dem Vertrag zwischen der Stadt Wolfhagen und dem Energieversorger EWF soll die Weichen für die Zukunft stellen: Für die nächsten 20 Jahre hat sich die Stadt dafür entschieden, das Erdgas von der Energie Waldeck Frankenberg (EWF) zu beziehen.

Eingebunden in das Konzept sind die Stadtwerke Wolfhagen, die den Vertrieb vor Ort übernehmen. Von dieser Konstellation sollen die Bürger in Form von maßgeschneiderten Service vor Ort und der zuverlässigen Erdgasversorgung profitieren, sagte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller.

Des Weiteren sei geplant, das Erdgasnetz noch weiter auszubauen in Richtung des Gewerbegebietes Breuna/Wolfhagen im Hiddeser Feld an der A 44. Voraussetzung sei jedoch, dass man sich mit dem bisherigen Netzbetreiber Eon eine Einigung erzielt werde, um das Netz durch die EWF zu übernehmen, sagte Schaller weiter.

Streit um Verfahren 

Hintergrund ist, dass der bisherige Netz-Betreiber den Ablauf des Ausschreibungsverfahrens der Stadt Wolfhagen anzweifelt (wir berichteten). Allerdings gehe man bei der Stadt davon aus, dass das Verfahren absolut korrekt abgelaufen sei, sagte Bürgermeister Reinhard Schaake. Nicht umsonst habe man den Beistand eines Rechtsanwaltes, der Experte für derartige Verfahren sei, bei der Umsetzung genutzt. Für die Kunden habe die Auseinandersetzung ohnehin keinerlei Auswirkungen, betonte Stefan Schaller.

Im Bezug auf den neuen Betreiber EWF sagte Schaake, dass man Vertrauen in den erfahrenen Anbieter aus Korbach habe und überzeugt sei, sich für den richtigen regionalen Partner entschieden zu haben.

Apropos regional: Durch die Standorte der EWF in Bad Arolsen, Breuna und Volkmarsen sowie den künftigen 30-Minuten-Bereitschaftsdienst vor Ort in Wolfhagen böten sich für Kunden optimale Möglichkeiten bei Rückfragen oder technischen Problemen, sagt Schaller. Dass man die Stadtwerke als Anbieter vor Ort ins Boot geholt habe sei zwar nicht alltäglich, aber absolut sinnvoll, da die Bürger Wolfhagens verständlicherweise mehr Vertrauen in das städtische Unternehmen hätten, sagte der EWF-Chef. Erster Kunde wird das Rathaus der Stadt Wolfhagen sein, sagte Bürgermeister Schaake.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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