Stadt Zierenberg unterstützt Christophorushaus mit 100.000 Euro

Soll neu gebaut werden: Das Christophorushaus in Zierenberg. Die Stadt steuert 100 000 Euro bei. Archivfoto: nh

Zierenberg. In der letzten Sitzung der Zierenberger Stadtverordneten in diesem Jahr wurden einige wichtige Beschlüsse auf den Weg gebracht.

Die Neuausrichtung des Viehmarkts, die Gewährung eines Zuschusses an die Evangelische Kirchengemeinde und eine Resolution zur Flüchtlingsthematik. Ein Überblick:

Zuschuss für Kirche 

Die Evangelische Kirchengemeinde plant einen Neubau des Christophorushauses. Dach, Fenster und sanitäre Anlagen des 1966 gebauten Hauses sind sanierungsbedürftig. Außerdem ist das Haus nicht barrierefrei und nicht wärmegedämmt. 1,1 Mio. Euro soll der Neubau kosten, zu dem die Stadt Zierenberg 100.000 Euro beisteuert.

Bei drei Enthaltungen votierten die Parlamentarier mehrheitlich für die Unterstützung. Denn das Haus werde nicht nur von der Kirche genutzt, sondern auch von zahlreichen Vereinen. 200 000 Euro will die Kirchengemeinde aus dem EU-Förderprogramm Leader beantragen. Die weitere Finanzierung übernehmen die Kirchengemeinde und die Landeskirche.

Gewerbesteuer 

Die Unabhängigen Freien Wähler (UFW) hatten einen Antrag eingebracht, mit dem sie die Gewerbesteuer senken wollten. Von 480 auf mindestens 420 Punkte müsste der Satz gesenkt werden, so die Forderung. Man müsse die Gewerbetreibenden am Standort halten, sagte Fraktionsvorsitzende Dr. Bärbel Mlasowsky.

Dass es noch keine Kennzahlen zum Haushalt gebe, sagte Andreas Mander, Fraktionsvorsitzender der SPD. Auch die Gegenfinanzierung bleibe die UFW schuldig. Adrian Probst, CDU-Fraktionschef, wollte den Antrag in die Ausschüsse verweisen. Dies lehnten die Stadtverordneten ab. Ebenso den UFW-Antrag bei acht Ja-Stimmen, 14 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Viehmarkt 

Eine Neuausrichtung des Viehmarkts haben die Stadtverordneten - bei Enthaltung der CDU - beschlossen. Bis Oktober 2016 soll dem Parlament nun ein neues Konzept vorgelegt werden. Nach den Kommunalwahlen im März wird eine Kommission gebildet, der Bürgermeister, Stadtverordnete, Stadträte, Ortsbeiratsmitglieder der Kernstadt und sachkundige Bürger angehören.

Standort, Lage des Festplatzes, der Name des Festes und die Finanzierung sollen diskutiert werden. Die CDU habe schon im März einen Antrag zum Viehmarkt eingebracht, sagte Adrian Probst. „Wir könnten schon 2016 ein neues Fest haben.“ Deshalb enthalte man sich nun.

Flüchtlinge 

Einstimmig votierten die Stadtverordneten für eine Resolution zum Thema Flüchtlinge. Ehren- und hauptamtliche Kräfte sollen gebündelt werden, auch soll mit den Kirchengemeinden eine ehrenamtliche Stelle als Flüchtlingskoordinator geschaffen werden. Damit bekenne man Farbe, sagte Bärbel Mlasowsky. Dass Willkommenskultur keine Einbahnstraße ist, betonte Adrian Probst. Die Flüchtlinge müssten die deutsche Kultur respektieren und das deutsche Recht achten.

Quelle: HNA

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