Schluss mit Kellerdasein

Stadtbücherei zieht bald in neues Zuhause in der Flämmergasse

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Sortieren: Viel Arbeit für Cornelia Reckelkamm und Eva Gröninger (vorne, von links) und Katja Stoll von der Stadt.

Melsungen. Heller, größer und viel schöner: Die Melsunger Stadtbücherei bekommt ein neues Zuhause. Die Arbeiten im Dienstleistungszentrum II sind abgeschlossen. Cornelia Reckelkamm und Eva Gröninger vom Büchereiteam warten nur noch auf die Möbel.

Schluss mit dem Kellerdasein: Die Stadtbücherei zieht von der Stadthalle an der Rotenburger Straße in die Flämmergasse. Bis zum Umzugstermin Ende August wartet aber noch viel Arbeit auf die beiden Frauen. Fast 9000 Bücher, Spiele und CDs müssen bis dahin sortiert, verpackt und mit neuen Labels ausgezeichnet werden. Denn im neuen Zuhause soll einiges besser werden: „Die Medien werden derzeit erfasst und ausgezeichnet, damit wird die Verfügbarkeit schneller prüfen können“, sagt Cornelia Reckelkamm.

Neu wird auch die Bücherei-App (Onleihe) sein. Mitglieder können ab November mit der App auf alle verfügbaren E-Books der angeschlossenen hessischen Büchereien zugreifen. Für Melsungen sollen zudem zwei E-Book-Reader angeschafft werden. Die wichtigste Neuerung soll aber die verlängerte Öffnungszeit sein. Derzeit hat die Bücherei nur sieben Stunden wöchentlich geöffnet – künftig sollen es mit 15 Stunden mehr als doppelt soviel sein. Allerdings muss dafür noch die Stadt ihr Okay geben. „Wir sind bereit und würden uns freuen“, sagt Reckelkamm.

Die Resonanz auf die Stadtbücherei sei hervorragend, die Zahlen würden kontinuierlich steigen, bestätigt auch Katja Stoll von der Stadt Melsungen. Die Damen von der Stadtbücherei haben hinter den Kulissen noch deutlich mehr zu tun: etwa 50 Stunden monatlich kommen jeweils zusammen. Dafür organisieren sie Lesungen, Gruppenveranstaltungen für Schulklassen und Kindergärten und vieles mehr. So erstellen sie auch die Listen für die neuen Bücher: „Da sind wir immer besonders aufmerksam“, sagt Reckelkamm. Das Studium von Bestseller-Listen und Buchtipps in Illustrierten gehöre einfach dazu. Das jährliche Budget für Neueinkäufe beträgt 2000 Euro. „Nicht viel“, sagt Gröninger. Hinzu kämen noch vereinzelte Spenden und Bücherspenden. In diesem Jahr gab es allerdings noch keine finanzielle Zuwendung. Dafür wurden in den ersten sechs Monaten bei 3000 Leihen schon 8000 Medien rausgegeben. Pro Monat sind es durchschnittlich 1300 Medien von 500 Lesern. Stärkster Monat war der März mit 1434 Medien.

Spender seien immer willkommen. Das Büchereiteam hält auch Medienkisten vor. Das sind themenspezifische Sammlungen, die von Spendern übernommen werden können. Bei Kindergruppen seien diese sehr beliebt, sagt Gröninger.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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