Wenige Passagiere

Stadtbus ohne Passagiere: Angebot in Wolfhagen soll bekannter gemacht werden

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Unterwegs in Wolfhagen: Der Stadtbus wird vom Publikum kaum genutzt, der Fahrer dreht seine runden meist allein. Das soll sich schnellstens ändern.

Wolfhagen. Häufig gleichen sich die Bilder: Kaum ein Bürger nutzt das Stadtbus-Angebot des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV), häufig sieht man den Bus ohne jeden Fahrgast. Das soll sich ändern.

Während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hagelte es Kritik. Kaum jemand wisse, wann und wohin der Stadtbus fährt, hieß es unter anderem. Deshalb setzten sich Vertreter der Stadt, des NVV und des Landkreises zusammen und berieten über Verbesserungen.

„Und da sind wir dran. Es wurde schon einiges veranlasst, damit sich die Situation schnell verbessert“, sagte Erster Stadtrat Horst Förste in Vertretung des urlaubenden Bürgermeisters Reinhard Schaake.

„Natürlich soll die Zahl der Fahrgäste steigen“, sagt Förste, „aber das geht nur, wenn das Stadtbus-System bekannter gemacht wird“, fährt er fort. Aus diesem Grund sollen als erstes die Fahrpläne des Stadtbusses übersichtlich und transparent auf der Startseite der Stadt-Website platziert werden, sodass sich potenziellen Fahrgäste ohne großen Aufwand eine überschaubare Darstellung bietet.

Vor Kurzem wurden bereits die Linienverläufe für die Kernstadt auf der Homepage aufgeführt. Jedoch wird momentan noch darauf verwiesen, dass weitere Informationen folgen werden.

„Aber wer kein Internet hat, dem bieten sich auch andere Wege, um die Infos zu erhalten“, verweist Förste darauf, dass unter anderem im Bürger-Service im Rathaus telefonisch und persönlich Auskünfte zu Fahrplänen gegeben werden.

Optimierung der Fahrpläne 

Zudem wurde eine Optimierung der Fahrpläne besprochen, um aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. „Es kam auf dem Linienweg häufig zu Verspätungen“, sagte Sabine Herms vom NVV. Insbesondere würde versucht, den Stadtbus künftig besser mit den Zeiten der ankommenden Regionalbahnen am Bahnhof zu vereinen. Vom NVV sei ein Anpassungsvorschlag erstellt worden, der nun mit der Stadt besprochen werden müsste, sagt sie.

Im Zuge der Optimierung wird auch eine Fahrgast-Zählung stattfinden, die von der Stadt in Eigenregie betrieben werden soll. Wie der NVV mitteilt, finden solche Zählungen eigentlich nur nach einem Jahr statt, die Stadt wolle aber nicht länger warten und versuchen.

„Wir wollen das Beste aus dem Stadtbus-System herausholen“, sagt der Erste Stadtrat, „weil es im Gegensatz zum Anruf-Sammeltaxi wegen der feststehenden Strecken und Zeiten auch einfacher geworden ist. Nur das muss halt besser laufen.“

Zudem sollen potenzielle Fahrgäste auch Ratschläge mitteilen, fügt er an. Schließlich würde alles versucht, den Stadtbus mit Leben zu füllen.

Von Nico Beck

Quelle: HNA

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