Melsungen 2040

Stadt beauftragt Planungsbüros, Konzepte zur Stadtentwicklung zu erstellen

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Melsungen von oben: Die Stadt sucht nach einem Konzept für ihre zukünftige Entwicklung. Das sollen zwei Planungsbüros entwickeln, die dafür auf die Mitarbeit der Melsunger hoffen.

Melsungen. Wie soll Melsungen im Jahr 2040 aussehen? Diese Frage beschäftigt viele Melsunger, auch die Einzelhändler der Stadt. Die äußerten auch als erste den Wunsch nach einem Konzept für die weitere Entwicklung der Stadt.

Melsungen hat dafür nun zwei Stadtplanungsbüros beauftragt. Umbaustadt aus Berlin und Cima aus Köln arbeiten gemeinsam an diesem Auftrag. Sie entwickeln das Stadtentwicklungskonzept Melsungen 2040 (SEK) und das Integriertes Handlungskonzept (IHK) Innenstadt 2040.

„Das Stadtentwicklungskonzept wird eine Gesamtbetrachtung“, sagt Dr. Wolfgang Haensch, Büroleiter bei Cima. Dabei würden sowohl die Stadtteile als auch Themen wie Tourismus und Freizeit, Verkehr, Wohnen und Wirtschaft berücksichtigt werden. Es soll eine übergeordnete Entwicklungsstrategie sein, die als Leitbild für alle Vorhaben dient.

Sie arbeiten an Melsungens Zukunft: von links Wolfgang Haensch (Cima), Lars Bölling (Umbaustadt), Luise Küpper (Cima), Markus Okrafka (Citymanager Melsungen) und Mandy Held (Umbaustadt).

„Beim Integrierten Handlungskonzept geht es mehr ins Detail.“ Es lege den Fokus auf den Innenstadtbereich von Melsungen. Ein großes Ziel der Konzepte ist es, Wege zu Förderprogrammen zu erschließen. „Die Konzepte sollen als Türöffner dienen, um Fördergeld vom Land zu erhalten“, sagt Haensch. Nicht nur die Stadt soll dabei Zugang zu dem Fördergeld bekommen, sondern auch private Investoren.

Die Planungsbüros analysieren den Bestand von zum Beispiel Wohnungen, Arbeitsplätzen und Nahversorgung in Melsungen und welche Entwicklungsmöglichkeiten es für die Zukunft gibt. Dabei sollen auch die Bewohner der Stadt sich über mehrere Kanäle beteiligen können. Es gibt die Webseite melsungen2040.de, auf der das Projekt vorgestellt wird. Dort gibt es auch eine interaktive Karte. Es ist geplant, dass jeder Interessierte auf der Karte Orte markieren kann, die er gut oder schlecht findet und Ideen zur Verbesserung eintragen kann. Wer zum Beispiel ein Dorfgemeinschaftshaus als Schwäche seines Dorfes sieht, kann es dort eintragen. Nach einer kurzen Prüfung erscheinen die eingetragenen Punkte online auf der Karte, sodass jeder sie sehen und kommentieren kann.

Zudem gibt es eine Bürgerbefragung auf der Webseite. Dort kann bis Ende Januar jeder anonym 20 Fragen über das Image der Stadt und die Lebensqualität beantworten und so seine Meinung äußern.

Für die Erstellung der Konzepte soll es mehrere Diskussionsveranstaltungen geben. Ein erstes Bürgerforum findet am 30. Januar, ab 19 Uhr in der Stadthalle in Melsungen statt. Damit sich möglichst viele Melsunger an der Diskussion über die Zukunft ihrer Stadt beteiligen, wirbt Melsungen mit Anzeigen, Plakaten und Flyern für die Teilnahme an den Angeboten.

Aus allen gesammelten Daten, Ideen und Vorschlägen entwickeln die Büros die Konzepte mit Vorschlägen. Anfang 2020 sollen diese Pläne vorgestellt werden. Für die Konzepte hat Melsungen im Haushalt Kosten in Höhe von 70 000 Euro verteilt über die Jahre 2019 und 2020 eingeplant.

Quelle: HNA

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