Borkener Kleinkindergruppe hat finanzielle Sorgen 

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Die Stadtmäuse: Die Kinder der Einrichtung mit Vorsitzendem Marcus Büxe (hinten links) sowie den Erzieherinnen Melanie Lotz und Ute Talic (vorne), die als Vertretung arbeitet.

Gombeth. Alles spricht von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Die Borkener Stadtmäuse, eine Elterninitative, bietet das schon seit 1996 an. Doch nun gibt es Schwierigkeiten und es geht, wie so oft, ums Geld.

Zwölf Kinder werden zurzeit von zwei Erzieherinnen in den Räumen des ehemaligen Kindergartens in Gombeth betreut. Von 7.30 bis 13.30 Uhr ist die Einrichtung offen. Ursprünglich waren die Stadtmäuse in der Kernstadt beheimatet, doch dann bot sich die Gelegenheit in Gombeth.

Der dortige Kindergarten ist inzwischen geschlossen, sodass es für die Jüngsten dort ausreichend Platz gibt. Die Stadt Borken unterstützt das Projekt. Sie stellt eine Reinigungskraft, kümmert sich um die Außenanlagen, erlässt den Stadtmäusen die Miete, zahlt die Nebenkosten und schießt Geld zu.

Diese Unterstützung sagte Bürgermeister Bernd Heßler auch für die Zukunft zu: „Wir sind froh, dass die Stadtmäuse so engagiert sind.“

Dennoch wird es jetzt knapp, sagt Marcus Büxe, Vorsitzender des Stadtmäuse-Vereins. Grund sei vor allem eine Kürzung der Landeszuschüsse. Bisher seien diese pro Kind pauschal bezahlt worden, jetzt würden sie anhand der Betreuungsstunden pro Kind errechnet – für die Stadtmäuse bedeutet das ein Minus.

Mit dem Elternbeitrag von monatlich 110 Euro sei die Finanzierung nicht zu gewährleisten, sagt Büxe. Er will sich nun gezielt auf die Suche nach Spendern machen, um Geld in die Vereinskasse zu bekommen. Ein Problem sei auch, dass viele Borkener gar nicht mehr vom Angebot in Gombeth wüssten. Die neue Kinderkrippe „Borkener Bergzwerge“ sei stärker im Bewusstsein der Menschen.

Ab Sommer werden bei den Stadtmäusen wieder Plätze frei sein, voraussichtlich drei. Büxe weist darauf hin, dass das Angebot nicht auf die Großgemeinde Borken begrenzt ist. Der Vereinsvorsitzende hofft, dass es gelingen wird, das Finanzloch zu stopfen, damit die Stadtmäuse eine Zukunft haben. Und ihm ist bewusst: „Es wird ein harter Weg.“

• Kontakt: Marcus Büxe, Tel. 01 77/20 44 167. Stadtmäuse im Netz:
www. borkener-stadtmaeuse.de

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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