Ein Jahr nach Antritt

Stadtmarketing Homberg: Vorsitzende tritt nach Insolvenz zurück

Homberg. Kaum ein Jahr nach ihrem Antritt, hat die Vorsitzende des Homberger Stadtmarketingvereins ihr Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Für Heike Ohnstedt ist das die logische Folge, die sie nach der Insolvenz ihres Familien- und Traditionsbetriebes „Buch und Papier Mönch" in der Homberger Innenstadt zieht.

Heike Ohnstedt

„Ich trete ausschließlich aus persönlichen Gründen zurück“, betont sie im HNA-Gespräch. Derzeit fühle sie sich den Anforderungen, die das Ehrenamt als Vorsitzende des Stadtmarketingvereins an sie stelle, nicht gewachsen. „Ich kann dieser Position im Moment nicht gerecht werden“, sagt Ohnstedt. Daher trage sie die Verantwortung und trete zurück. Damit es weiterhin mit dem Stadtmarketingverein bergauf gehe, sei es an der Zeit, dass andere nun die Verantwortung übernehmen.

Spannendes Jahr

Es sei ein spannendes Jahr an der Spitze eines Teams gewesen, das gut funktioniert habe. Es war zugleich ein Jahr des Umbruchs im Stadtmarketing: Der Verein musste durch Kürzungen mit viel weniger Geld auskommen und konnte sich somit keinen hauptamtlichen Geschäftsführer mehr leisten. Und ein fast neues Team hat die Leitung des Vereins übernommen. Es sei keine leichte Aufgabe gewesen, doch habe sich der neue Vorstand gut eingearbeitet und so manche Hürde gemeistert, sagt Ohnstedt. Besonders freut es sie, dass es in Zusammenarbeit mit dem Verein „Homberg events“ gelungen sei, das Image der Stadt aufzupolieren. „Wir haben ein gutes Homberg-Gefühl aufgebaut und dafür gesorgt, dass die Stadt in den Medien positive Schlagzeilen machte“, sagt Ohnstedt. Belege dafür seien die gelungenen Nachtmärkte und das sehr gut besuchte Weinfest. Es sei gelungen, die Leute wieder für Veranstaltungen in Homberg zu gewinnen. Das sei ein beachtlicher Erfolg. Es sei auch gelungen, die Veranstaltungen finanziell besser aufzustellen. „Wir haben kein Geld zum Fenster rausgeworfen und die Feste ohne Draufleger veranstaltet.“

Viel Fingerspitzengefühl

Die Stärke des Stadtmarketings sei die Teamarbeit. Das verlange zugleich vom Vorstand viel Fingerspitzengefühl, da viele unterschiedliche Charaktere zu vereinen seien.

„Ich habe die Arbeit sehr, sehr gerne gemacht und viel Zeit dafür investiert“, sagt Ohnstedt. Doch stelle sie sich nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in ihrer beruflichen Krise, ihrer Verantwortung. Der Verein müsse nun eine Versammlung einberufen und einen Vorsitzenden wählen.

Zu den Gründen für die Insolvenz ihres Betriebes wollte Heike Ohnstedt nichts sagen.

Quelle: HNA

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