Eberhard Dippolter neuer Parlamentschef

Stadtverordnete: SPD bedauert Angriffe im Wahlkampf

Fritzlar. Nach einem zum Schluss ungewöhnlich heftig gewordenen Kommunalwahlkampf, bei dem teils sehr persönliche Angriffe seitens der SPD gab, versprachen Sprecher der Fraktionen in der konstituierenden Sitzung der Fritzlarer Stadtverordneten am Montagabend, in den kommenden fünf Jahren fair und konstruktiv zusammen zu arbeiten.

In einer Erklärung betonte der neue Fraktionsvorsitzende der SPD, Martin Hannappel, dass seine Fraktion die persönlichen Angriffe gegen andere sehr bedauere. Er versprach eine gute Kooperation. Seine Fraktionskollegin Gerlinde Draude wies darauf hin, dass es eine ziemlich neue SPD-Fraktion sei, die jetzt antrete. Sie erwarte von allen Fraktionen, dass der politische Anstand vorgelebt werde. Gegenseitiger Respekt und Fairness sollten an erster Stelle stehen.

Beide erhielten kräftigen Applaus für ihre Worte. Unter Leitung des ältesten Mitglieds der Stadtverordnetenversammlung, Friedgard Trosse (CDU), wählte das Parlament den neuen Stadtverordnetenvorsteher in geheimer Wahl. CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Spogat schlug Eberhard Dippolter (CDU) vor, die SPD schickte Gerlinde Draude ins Rennen. 25 der 37 Stadtverordneten stimmten für Dippolter, der das Amt bisher innehatte. Für Gerlinde Draude gab es zwölf Stimmen – so viele Stadtverordnete hat die SPD. Es sei Sitte, dass die stärkste Fraktion den Vorsteher stelle, begründete Peter Kuttelwascher (Grüne) die Entscheidung.

Zu stellvertretenden Parlamentsvorstehern gewählt wurden als gemeinsamer Wahlvorschlag aller Fraktionen Gerlinde Draude (SPD), Klaus Lambert (CDU) und Wolfgang Holzer (Grüne). Das Fritzlarer Parlament wird auch künftig drei Ausschüsse bilden: Haupt- und Finanzausschuss, Bau- und Planungsausschuss, Ausschuss für Sport, Soziales und Kultur. Gegen die Stimmen der SPD beschlossen die Stadtverordneten auf Antrag der CDU, die Zahl der Ausschussmitglieder von bisher neun auf künftig sieben zu verringern. Martin Hannappel (SPD) sprach sich dagegen aus, weil mehr Ausschussmitglieder auch mehr Einfluss der Stadtverordneten bedeuten würde. Kostenersparnis sei kein wirklicher Grund für die kleinere Zahl. Auch der Magistrat wird künftig kleiner sein: Mit den Stimmen der CDU, FDP und Grünen und gegen die SPD änderte das Parlament die Hauptsatzung.

Dem Magistrat gehören jetzt nur noch sieben Stadträte und der Bürgermeister an, zuvor waren es zehn plus Bürgermeister. Der siebenköpfige Magistrat wird deshalb erst in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten am 16. Juni gewählt. Ihm werden voraussichtlich vier CDU-, zwei SPD- und ein Grüner Stadtrat angehören. (ula)

Quelle: HNA

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