Stadtwerke-Chef Martin Rühl zu Kritik an Windkraft-Plänen am Rödeser Berg

Martin Rühl

Wolfhagen. Mit populistischen Parolen versuche die Bürgerinitiative gegen Windkraft im Wald Wolfhagens Bürger zu verunsichern. „Das ist hochgradig unseriös und kein Beitrag, die vor uns liegenden Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Rühl.

 Damit reagiert er auf die jüngste Kritik an den Windkraftplänen für den Rödeser Berg. Die BI sei dabei, sich mit ihrer „populistisch-einseitigen Argumentation komplett“ einzumauern. Gehen „nachvollziehbare, wissenschaftlich erwiesene und an den Tatsachen orientierte Argumente aus“, so Rühl, bediene sich die BI der Einfachheit halber „substanzloser, bildhafter Parolen, die einer kritisch-wachen Betrachtung der dargestellten Zusammenhänge in keinster Weise standhalten können“.

Zu diesen einfachen Lösungen gehöre die „grundsätzliche Ablehnung eines Sinn stiftendes Bürgerbeteiligungsprojektes, mit dem die Stadt Wolfhagen und die Stadtwerke bundesweit für Aufsehen sorgen“, heißt es weiter, und zwar als eine Kommune, die sich „kreativ, energetisch und visionär“ den Herausforderungen der Zukunft stelle.

Rühl: „Mit einer offensiven und bundesweit beispielhaften Informationspolitik nehmen Stadt und Stadtwerke die Befürchtungen ihrer Bürger ernst. Sie setzen sich auf der Grundlage aktuellster Erkenntnisse mit allen relevanten Umweltaspekten auseinander und wägen diese in ihrer Komplexität ebenso seriös und verantwortlich miteinander ab.“

Gern wüsste man, auf welche Gutachten sich die BI konkret beziehe, so Rühl, anstatt allgemein von „Gutachten der Naturschutzbehörden“ zu sprechen. „Der Stadt Wolfhagen liegen keine negativen Gutachten vor.“ Das einzig verfügbare Gutachten, welches nach den einschlägigen Vorgaben der staatlichen Vogelschutzwarte und der oberen Naturschutzbehörde erstellt worden sei, habe über einen Zeitraum von nunmehr zwei Jahren in Verbindung mit zahlreichen Ortsterminen und Begehungen die relevanten naturschutzfachlichen Belange der örtlichen Tierwelt fundiert erfasst.

Dieses wissenschaftliche Gutachten komme zu dem Ergebnis: „Das Untersuchungsgebiet hat eine geringe Bedeutung für Brutvögel. Die beabsichtigte Errichtung von Windenergieanlagen am Rödeser Berg wird die Bewertung des Gebietes als Brutvogellebensraum nicht verändern. Insofern ist eine erhebliche Beeinträchtigung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes nicht zu besorgen.“

Wer den Bürgerwindpark Rödeser Berg als „Präzedenzfall für die flächendeckende Verheerung unserer Mittelgebirgskuppen“ durch die „Windindustrie und ihre Lobby“ bezeichnee, müsse sich hier und heute klarmachen, dass er sich „wissentlich oder unwissentlich zum Handlanger der Atomindustrie macht und deren lukratives Geschäft besorgt“, sagt Rühl, „anstatt dezentral und ökologisch vertretbar für eine dauerhafte Wertschöpfung vor Ort bei gleichzeitig maximalem Klima- und Umweltschutz zu sorgen.“ (awe)

Quelle: HNA

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