Firma Enercon soll am Rödeser Berg vier Anlagen bauen

Stadtwerke vergeben Auftrag für Windpark

Wolfhagen. Frische Brise beim Bürgerwindpark-Projekt Rödeser Berg: Wie Stadtwerkechef Martin Rühl gestern gegenüber der HNA mitteilte, ist der Auftrag für den Bau des Windparks, der fast 20 Millionen Euro kosten soll, vergeben.

„Die Firma Enercon hat bei der europaweiten Ausschreibung das günstigste Angebot abgegeben“, so Rühl. Bestellt wurden vier Windmühlen des Typs E 101 mit einer Höhe von 135 Metern und einer Leistung von jeweils drei Megawatt.

Zeitgleich haben die Stadtwerke den Bauantrag für den umstrittenen Bürgerwindpark beim Regierungspräsidium Kassel gestellt. Rühl hofft, dass es eine Genehmigung im Oktober gibt. Auch die Ergebnisse der Windmessungen sollen bis zu diesem Zeitpunkt auf dem Tisch liegen. Während ein Windmesser in Bodennähe bereits seit vergangenem Jahr Ergebnisse liefert, wartet man in Wolfhagen seit Monaten auf die Ergänzung, einen Windmessmast auf dem Rödeser Berg.

Um Kosten von rund 100.000 Euro zu sparen, beteiligen sich die Stadtwerke an einem kostenlosen Windmess-Forschungsprojekt des Fraunhofer-Institutes. Dort habe es Verzögerungen gegeben, erklärt Rühl. Ab August soll der bis dahin aufgestellte Mast nun endlich verlässliche Ergebnisse darüber liefern, ob sich der Betrieb von Windkraftanlagen zwischen Nothfelden und Niederelsungen rechnet. Wenn alles gut läuft, könnte der Bürgerwindpark nach Rühls Schätzung Ende kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Vorher soll das Stadtparlament sein Votum in Sachen Windkraft am Rödeser Berg abgeben. Rühl und Bürgermeister Reinhard Schaake betonen: Auch mit der Auftragsvergabe an Enercon sei noch nicht das letzte Wort gesprochen. Sollten sich Gründe ergeben, die gegen den Windpark sprechen, sichere eine Klausel im Vertrag bis zum Jahresende den Rücktritt.

Quelle: HNA

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