Im Fernsehen

Städtebaupapst lobt Melsungen im Fernsehen

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Bei den Dreharbeiten: Christoph Mäckler (rechts) traf auch den Melsunger Altbürgermeister Dr. Ehrhart Appell und hatte Zeit für ein Gespräch.

Melsungen. Es ist ein dickes Lob und es kommt aus berufenem Mund: Dem Städtebauprofessor Christoph Mäckler hat es in Melsungen offenbar gut gefallen. In der neuen Fernsehreihe „Gelungene Orte“ lobt der Architekt die Bartenwetzerstadt in höchsten Tönen. Am Donnerstag wird der Beitrag ausgestrahlt.

Dabei ist Mäckler eigentlich für ganz andere Qualitäten bekannt: Der Leiter des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst nahm im TV Bausünden unter die Lupe. Wo er hinkam, zitterten Architekten und Bürgermeister.

Die Melsunger können sich dagegen entspannt vor den Fernseher setzen: Die Stadt sei eine Fachwerkperle, heißt es da. Hier habe die Moderne nicht stattgefunden. In der Bartenwetzerstadt habe die Zeit architektonisch stillgestanden. Melsungen könne auch ein Modelleisenbahndorf sein.

„Hier hat die Moderne nicht stattgefunden“

Besonders gut gefällt dem Städtebaupapst Mäckler die Lebendigkeit der Innenstadt: Ohne die Selbstverständlichkeit des täglichen Lebens sei eine Stadt nicht schön. Dabei wird es in dem Beitrag auch ein bisschen politisch: „Wer Einkaufszentren an den Stadtrand baut, hat dem Tod der vielen kleinen Läden im Zentrum auf dem Gewissen“, heißt es da.

Auch die hervorragende Bausubstanz lobt der Professor: Wenn man heute von nachhaltigem Bauen spreche, rede man von 30 bis 40 Jahren. Die Häuser in der Melsunger Innenstadt stünden aber seit 500 Jahren und würden noch mal 500 Jahre stehen.

Mäckler war im Mai in der Bartenwetzerstadt gewesen. Zusammen mit dem Hr-Autor Manfred Schuchmann drehte er an der Bartenwetzerbrücke, am Markt und weiteren Orten.

Der Beitrag ist am Donnerstag, 4. Oktober, ab 22.45 im Magazin Hauptsache Kultur des Hessischen Rundfunks zu sehen. (gör)

Quelle: HNA

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