Städtische Unterstützung für die Stiftung Himmelsfels

Spangenberg. Viel Lob gab es am Donnerstag im Spangenberg Parlament für die Arbeit der Pfetzing-Stiftung Himmelsfels, die sich unter anderem der Jugendhilfe im christlichen Bereich, der Förderung von Arbeitssuchenden sowie kulturellen Veranstaltungen verschrieben hat.

Als es allerdings um eine städtische Förderung für drei Projekte in einer Größenordnung von insgesamt 81 000 Euro ging, fanden die Stadtverordneten keine einvernehmliche Lösung.

Eine breite Parlamentsmehrheit beschloss, die Stiftung in dem gewünschten Umfang zu unterstützen. Für das Projekt „Lebendige Steine“ zur Förderung von Arbeitssuchenden hat die Stiftung Geld aus einem Bundesprogramm beantragt. Die Stadt wird sich mit maximal 36 000 Euro an der Finanzierung beteiligen.

30 000 Euro stellt die Kommune für den Umbau und die Erweiterung des Versammlungsgebäudes Himmelsfels zur Verfügung. Mit den Arbeiten war kürzlich begonnen worden (wir berichteten). Außerdem möchte die Stiftung die Spangenberger Kulturhalle mit Veranstaltungen wieder beleben. Die Stadt unterstützt dieses Vorhaben über einen Zeitraum von zwei Jahren mit maximal 15 000 Euro.

„Die städtische Beteiligung ist angemessen, angesichts der Ziele, die hier verfolgt werden“, erklärte Manfred Aschenbrenner (SPD). Die sozialen Projekte der Stiftung könnten nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bürgermeister Peter Tigges habe vorgeschlagen, einen Teil des benötigten Geldes (15 000 Euro) beim Projekt Altstadtgarten einzusparen, lobte SPD-Sprecher Volker Jakob.

Strittig war im Parlament, ob und wie die Landeskirche an der Finanzierung für das Versammlungsgebäude beteiligt werden kann.

Eine solche Beteiligung wünschten Annette Koch (FDP) und Peter Dahnke (CDU). Angesichts der finanziellen Situation der Stadt tue er sich schwer mit der Entscheidung, 30 000 Euro zur Verfügung zu stellen, erklärte Dahnke. „Ich sehe nicht den Spielraum für die 30 000 Euro“, sagte Koch. Dahnke schlug vor, die Kirche sollte sich mit der Hälfte des Betrages beteiligen, später beantragte er, die Stiftung sollte den Teilbetrag auf andere Art einwerben. Der Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit.

Die gewünschte Beteiligung der Kirche sei so nicht möglich, erklärte Bürgermeister Peter Tigges. Es solle Geld aus dem Programm Soziale Stadt beantragt werden, wobei die Kommune einen Eigenanteil von 30 000 Euro zu übernehmen hätte. Das lasse sich nicht mit einer Zuwendung der Kirche verbinden.

Bei künftigen Projekten sollen der Magistrat und die Stiftung aber versuchen, eine stärkere finanzielle Förderung bei der Kirche einzuwerben. Dieser Vorschlag fand eine Mehrheit im Parlament.

„Auch wenn sich die Investitionen wirtschaftlich nicht rechnen, sind sie doch sehr sinnvoll“, sagte Tobias Wicke (CDU). (hro)

Quelle: HNA

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