Brückner-Schule wird für Gewaltprävention ausgezeichnet

PiT stärkt Schüler

Wir engagieren uns im PIT-Team: Die Tafeln werden an der Christine-Brückner-Schule in Sand angebracht. In das Gewaltpräventionsprogramm, an dem sich die Schule seit zwei Jahren beteiligt, bringen sich mehrere Partner ein. Die Schilder in den Händen halten von links Schulleiter Wolfgang Engelmann, Vizelandrätin Susanne Selbert und Karsten Turski von der Polizeistation Wolfhagen. Initiator des Programms ist Dirk Friedrichs vom Sozialministerium (hinter Susanne Selbert). Foto: Thon

Bad Emstal. Die heile Welt gibt es nicht mehr. Mit dieser Aussage brachte es Wolfgang Engelmann auf den Punkt. Der Leiter der Christine-Brückner-Schule Bad Emstal machte deutlich, wie wichtig das Gewaltpräventionsprogramm „Prävention im Team (PiT)“ selbst in einer ländlichen Region ist. Am Mittwoch nun wurde die Schule für seine Teilnahme am Projekt ausgezeichnet.

„Ziel des Projektes ist es, dass die Kinder nicht selbst Opfer von Gewalt werden“, sagte Vizelandrätin Susanne Selbert. Die Jugendhilfe des Landkreises Kassel beteiligt sich ebenso an der Präventionsarbeit wie Polizei, Lehrer und die Schulsozialarbeit. Schüler der 7. Klassen erlernen über Rollenspiele, Gespräche und Trainings Strategien, wie sie aggressionsgeladene Situationen gewaltfrei meistern können. Die Jugendlichen probieren alles aus, was ihnen als Lösungsmöglichkeiten in den Sinn kommt, um in heiklen Lagen deeskalierend handeln zu können. Das Projekt sei in Hessen so erfolgreich, weil die Jugendlichen über die vielen beteiligten Professionen verschiedene Sichtweisen zum Thema Gewalt erhalten, sagt Dirk Friedrichs, PiT-Projektleiter beim Hessischen Sozialministerium.

Bei PiT-Hessen gehe es nicht um Gewalt in der Schule, sondern um Gewalt im öffentlichen Raum, so Selbert. „Insofern übernimmt die Schule mit ihrem Engagement im Bereich Gewaltprävention auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“.

Bad Emstals Bürgermeister lobte die jungen Leute. Aus seiner Sicht hielten sich Beschädigungen in der Gemeinde in Grenzen. Ihm sei klar, dass Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden auch mal Grenzen übertreten müssten. Das Programm vermittele Bewertungsmaßstäbe, was erlaubt sei.

Hessenweit sind über 90 Schulen mit 110 Teams und 430 Teamern bei PiT aktiv. (ant)

Quelle: HNA

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