Heinz Falko Langer ist seit über 30 Jahren Kunstmaler aus Leidenschaft

Staffelei statt Stahlwerk

Bilder der neuen Heimat: Kunstmaler Heinz Falko Langer mit dem Motiv des Marktplatzes mit Stadtkirche und Alter Wache im Sommer und im Winter. Zu seinen Vorbildern zählt auch der Wolfhager Heimatmaler Wilhelm Fischer. Foto: Michl

Wolfhagen. Als für den in Kassel-Niederzwehren geborenen Heinz Falko Langer nach der Schule die Berufausbildung anstand, brach für ihn eine Welt zusammen. Denn er, der von Kindesbeinen von Farben und Kunst fasziniert war, träumte von eine Lehre als Bühnenbildner. Das aber erlaubte sein Vater nicht. Stattdessen musste der heute 68-Jährige eine Ausbildung in einem Stahlwerk im Ruhrgebiet beginnen - statt Staffelei also die Stahl kochende Thomas-Birne.

Im Stahlwerk war Langer dann bis 1962 als Facharbeiter tätig, danach diente er zwei Jahre bei der Bundeswehr als Funker, besuchte anschließend drei Jahre lang in Essen die Fachschule für Technik und Grafik mit dem zertifizierten Abschluss Techniker. Sechs Jahre ging es dann als Seeoffizier und Ingenieur bei der Handelsmarine auf große Fahrt.

Egal wann, egal wo - immer hatte Heinz Falko Langer Staffelei, Pinsel und Farben dabei. Und als Langer 32 war, konnte er die bislang als Hobby betriebene Malerei endlich in den Lebensmittelpunkt stellen. Er studierte drei Jahre an der Famous Artist’s School in Amsterdam Malerei mit den Schwerpunkten Landschaften und Tiere, wechselte dann in die renomierte Essener Folkwang-Schule, um sich das Rüstzeug für die Porträt- und Aktmalerei anzueignen. Seitdem ist Heinz Falko Langer, der nach Berufs- und Studienzeit im hochsauerländischen Medebacher Ortsteil Medelon eine neue Heimat fand, als freischaffender Kunstmaleraktiv.

Von Fachwerk fasziniert

Er arbeitete für namhafte Galerien, malte dann vor allem Gemälde nach Kundenwünschen.

Seit einem Jahr lebt Langer in Wolfhagen, hat sich an derSchützeberger Straße ein Atelier eingerichtet und konzentriert sich jetzt in seiner Werken auf die „fantastische Motivvielfalt der Fachwerk- und Märchenstadt und der Region, in der sie eingebettet ist“, wie er sagt. Erstmals präsentierte Heinz Falko Langer Werke in seiner neuen Heimatstadt im kleinen Stil mit einer Ausstellung beim Kulturvereinsprojekt „Ab in die Mitte“. Kontakt: Gäste empfängt Heinz Falko Langer in seinem Atelier (Schützeberger Straße 23 a) gerne. Besuche sollten jedoch unter 05692/39 89 43 vereinbart werden.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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