Heimat- und Geschichtsverein veranstaltet Erzählabend und sucht Wolfhager Autoren

Vom Stammtisch ins Buch

Hat Platt-Geschichte geschrieben: Ludwig Stuhldreher (rechts), ein stadtbekanntes Wolfhager Original der 50er bis 70er-Jahre, dem viele Sprüche und Geschichten im Wolfhager Platt zugesprochen werden. Foto: nh

Wolfhagen. Zum Bücherfest werden alle traditionsbewussten Wolfhager aufgerufen, sich als Autoren an der Herstellung eines Buches zu beteiligen. Unter dem Motto „Wir Wolfhager schreiben ein Buch“ wird bei den „Ab in die Mitte“-Aktionen am Freitag, 17. August, eine Veranstaltung im Kulturladen in Wolfhagnen stattfinden, die die Voraussetzung für dieses Unterfangen schaffen soll.

Veranstalter der Initiative ist der Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen, der hofft, nicht nur seine Mitglieder, sondern auch alle Wolfhager in dieses Projekt einzubinden. Als erste Maßnahme ergeht ein Aufruf an alle Einwohner der Stadt, die sich an alte oder jüngere Geschichten erinnern, in denen Wolfhager eine Situation erlebten, hörten oder daran selbst beteiligt waren, die lustig, tragisch, spannend, oder auch nur dokumentarisch wertvoll ist. Mit dem Buch will der Heimat- und Geschichtsverein, die Geschichte der Stadt am Leben erhalten.

Jugendstreiche und Zoten

Hierbei denkt Ideengeber Dirk Lindemann in erster Linie an Anekdoten und Episoden, die immer wieder an den Stammtischen oder bei Festlichkeiten in Wolfhagen die Runde machen. So ist Wolfhagen reich an unvergessenen Originalen, die mit Streichen, Sprüchen und Angedichtetem die Menschen der Stadt seit Jahrzehnten amüsieren. Lindemann: „Aber auch Jugendstreiche, Zoten, Peinliches oder Spektakuläres im Leben und Treiben unserer Stadt ist für eine Kurzgeschichte im geplanten Werk sehr willkommen.“

Vom Totengräber erzählt

Die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins haben schon einige Geschichten gesammelt, die in folgende Kapitel eingereiht werden können: Typische Sprüche, Dumme Jungen-Streiche, Wolfhager Festlichkeiten, Vom Totengräber erzählt, Erlogenes, „Märchen“ und Legenden, Unsere Lehrer, die Schule und der Sport, Von Polizei und Obrigkeit, Von Jägern, Landwirten und Handwerkern, Über unsere Pfarrer, Geschehen, die in keiner Chronik zu finden sind. Wer sich an dem Buch beteiligen möchte, schreibt seine Geschichte auf oder ruft an. Viele Geschichten seien falsch weiter erzählt oder sogar aufgebauscht worden, sagt Lindemann. Nun könnten die Wolfhager helfen, die wahre Version zu finden.

Am Freitag, 17. August, können die Autoren bei einem Erzählabend ihre Geschichte selbst erzählen, vorlesen oder vorlesen lassen. Vielleicht gibt es zu den einzelnen Beiträgen auch Bilder, die zur Illustration verwendet werden können.

Beiträge können gesendet werden an Dirk Lindemann, Minköfe 1, Wolfhagen, Kontakt per Telefon unter 05692- 994956 und E-mail: post@dilin.de. (red/ant)

Quelle: HNA

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