Teilregionalplan: Gemeinde informierte über mögliche Flächen für neue Anlagen

Standorte für neue Windkraftanlagen noch ungewiss

Treffen in der Hochlandhalle: Knapp 50 Zuhörer wollten am Dienstag in Gilserberg mehr erfahren über die Entwicklung des Teilregionalplanes, zu dem die Gemeinde Stellung nehmen muss. Fotos:  Rose

Gilserberg. Wie der Wind im Hochland weht, darum ging es am Dienstagabend in einer Bürgerversammlung der Gemeinde Gilserberg in der Hochlandhalle. Offen gelegt wurde der Teilregionalplan, zu dem die Gemeindevertretung bis Ende Mai Stellung nehmen soll.

Über das Vorhaben informierten Wolfgang Kaivers vom Regierungspräsidium Kassel, Bürgermeister Rainer Barth, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Lothar Dietrich sowie Barbara Ackermann und Roland Grebe vom beauftragten Ingenieurbüro.

Im Zuge der Energiewende müssen zwei Prozent der Flächen für Windkraft ausgewiesen werden. „Das sind 17.000 Hektar – eine Menge Holz“, erläuterte Kaivers. Ausgeschlossen würden Natura 2000-Flächen, FFH- sowie Vogelschutzgebiete, auch der Naturpark Kellerwald, Trinkwasserschutzgebiete und gesetzlich geschützte Waldbereiche. Für Gilserberg seien die drei Bestandsflächen bereits in den Plan aufgenommen worden. 85 Prozent aller neuen Flächen liegen laut Kaivers im Wald. Dass die Energiewende bisweilen holpert, räumte der Experte ein: „In Deutschland gibt es keinen Gesamtplan.“

Es gibt noch Klärungsbedarf

Grebe erklärte, dass es aus Gilserberg 80 Anfragen nach möglichen Anlagen gegeben hätte. Er erläuterte die möglichen Flächen. Für die größte der Flächen zwischen Gemünden und Moischeid bestehe noch Klärungsbedarf. Die Nachbargemeinde habe angedacht, in unmittelbarer Nähe zur Gemarkungsgrenze elf Anlagen zu installieren. „Hier muss es Gespräche geben. Standorte stehen noch nicht fest“, sagte Barth.

Buchberg kritisch

Wolfgang Kaivers

Auch der so genannte Buchberg entpuppte sich in der Versammlung als kritisch. Im Haupt-, Finanz- und Bauausschuss war unlängst darüber beraten worden. „Sollte dort gebaut werden, könnte es zu Beeinträchtigungen des Grundwassers kommen. Das Risiko möchten wir nicht eingehen“, erklärten Lothar Dietrich und Martin Dippel. Über die Fläche berate die Gemeindevertretung Mitte Mai. Unkritisch stellte sich die Fläche in Heimbach – Beckersgrund – dar. Hier ist Platz für eine Anlage.

Als umstritten stuften die Experten die Gegend zwischen Sachsenhausen und Sebbeterode ein. Die Waldinteressenten hatten für eine weitere Fläche südlich von Sachsenhausen angefragt. Es müsse geprüft werden, ob der Standort beibehalten werden könne, sagte Barth. „Die Fläche liegt Richtung Neustadt. Wenn die Nutzung interkommunal sein wird, befürworten wir das“, erklärte der Bürgermeister.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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