Sanierung für 1,7 Millionen Euro: Spieskappeler wollen heute Förderverein gründen

Stark für die Klosterkirche

Massives Bauwerk: 30 mal 14 Meter groß ist die Klosterkirche in Spieskappel. Die anstehende Sanierung wird auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. Die Spieskappeler wollen die Spendentrommel rühren und hoffen zudem auf Fördergeld. Fotos:Grede

Spieskappel. Einen Schritt weiter ist die Sanierung der Klosterkirche in Spieskappel gerückt: Am heutigen Mittwoch werden Spieskappeler einen Förderverein gründen, der Geld für das 1,7 Millionen schwere Projekt sammeln will.

„Der Bau des Klosters dauerte immerhin 100 Jahre“, übt sich Pfarrer Marco Firnges angesichts des Kraftaktes, den die Spieskappeler stemmen müssen, in Gelassenheit.

Angedacht sind laut Architekt Helge Schröder verschiedene Finanzierungsabschnitte. Dabei hoffen die Spieskappeler auf Geld aus unterschiedlichen Fördertöpfen, zum Beispiel der Dorferneuerung und des Förderprogramms Reformationsjubiläum 2017. Neben der Kirchengemeinde ist zudem die Landeskirche in der Pflicht, denn das Gotteshaus nimmt als Patronatskirche einen besonderen Status ein.

Bis die Handwerker und Restauratoren im Gotteshaus ein und aus gehen werden, ist es noch ein langer Weg. Sie werden eine umfassenden energetische wie auch die Sanierung der Fassade des 30 mal 14 Meter großen Kirchengebäudes auf dem Programm haben.

Das Jahr 2017 ist die erste Marke, die sich die Spieskappeler setzen. Bis dahin wollen sie sich mit ganz unterschiedlichen Projekten für die Sanierung ihrer Kirche ins Zeug legen. Insbesondere wollen sie auch auf die historische Bedeutung des Bauwerkes aufmerksam machen. Architekt Schröder schweben viele Ideen vor. Insbesondere die Stilepoche der Romanik könnte dabei einen Stellenwert einnehmen. Beispielsweise könnte das Klosterareal in einen touristischen Erlebnispfad mit eingebunden werden und auch bei Sommerwerkstätten für historisch Interessierte eine Rolle spielen.

• Gründungsversammlung des Fördervereins Klosterkirche, heute ab 19 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Frielendorf. Artikel unten

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare