Starke Nachfrage nach barrierefreiem Wohnen in der Region

Kreis Kassel. Es gibt im Landkreis Kassel viel zu wenige alten- und behindertengerechte Wohnungen. Und für die, die es gibt, sind die Wartelisten lang.

Das sagt der Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel. Der Mangel werde immer dramatischer, zugleich bedeute er für die große Mehrzahl der über 16.000 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk eine große Chance und auch Verpflichtung.

Nahezu alle Gewerke von Sanitär bis Elektrik seien einbezogen, bei Um- wie bei Neubauten.

Um die Unternehmen fit zu machen für das Thema, bietet die Kammer Schulungen an, bereits mehrere hundert Zertifikate hat sie Firmen in Nord- und Osthessen ausgestellt. Im März findet das nächste statt.

Laut der Pressesprecherin der Handwerkskammer, Barbara Scholz, wird sich innerhalb weniger Jahre viel tun müssen, da derzeit nicht einmal zwei Prozent der Wohnungen auch nur barrierearm seien. Zahlen auf Landkreisebene liegen nicht vor. Die Menschen würden älter und wollten möglichst lang in den eigenen vier Wänden leben, so Scholz. Erhöht angebrachte Steckdosen, rutschfeste Fliesen, schwellenlose Übergänge und ebenerdige Duschen würden auch älteren Menschen Komfort bieten, die noch nicht im Rollstuhl sitzen.

Für diese Zielgruppe baut die Bauch+Kimpel Immobilien GmbH in Vellmar seniorengerechte Wohnungen im Landkreis Kassel. Die Nachfrage sei hoch, besonders in der Altersgruppe von 60 bis 90 Jahren, erklärt Geschäftsführer Christian Bauch. Diese Menschen wollten die Belastung eines eigenen Hauses los sein, seien aber vital und wollten möglichst lange selbständig leben. Dieselben Wohnungen seien von Familien nachgefragt. Auch junge Menschen würden zunehmend langfristig denken oder schätzten beispielsweise den Komfort einer bodentiefen Dusche.

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: HNA

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