Lauter Knall, heller Blitz

Starkstromleitung stürzte in Getreidefeld

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Eine Starkstromleitung ist am Dienstagabend bei Wollerode auf einer Länge von 250 Metern in ein Getreidefeld gestürzt.

Wollrode. Ein Knall erfüllte am Dienstag um 19.30 Uhr Wollrode. Dort war eine 110 KV-Leitung vom Strommast in ein Feld gefallen. Zuvor hatte ein mit der Freileitung verbundener Isolator durch Hitzeentwicklung Schaden genommen. 

Das teilten Anwohner, Feuerwehr und der Netz-Betreiber Eon mit.

Einwohner in Wollrode hatten 1000 Meter von der Schadensstelle entfernt einen lauten Knall gehört. Anschließend soll ein Isolator am Mast wie eine Fackel zunächst gebrannt und dann laut gezischt haben. Rechts und links vom Mast hing die Leitung nach Feuerwehrangaben jeweils 250 Meter weit herunter. Alarmiert worden waren die Wehren in Wollrode, Albshausen und Guxhagen. Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein sperrten die Einsatzkräfte das Gelände ab.

Mitarbeiter der Eon Netz reparierten den Schaden. Die Stromleitung war am Mittwochmorgen wieder in Ordnung. Sie führt nach Angaben der Eon Netz von Borken nach Rengershausen. Zu Ausfällen bei der Stromversorgung kam es aufgrund des Leitungsschadens nach Angaben der Eon nicht. Der Strom ging in diesem Fall nur einen anderen Weg, erklärte ein Eon-Sprecher.

Ursache der Störung war laut Eon Netz ein Überschlag, ein übliches Ereignis ohne Folgen: Äste, Gegenstände oder Vögel verringern dabei laut Eon durch ihr Gewicht den Abstand der Stromleitungen. In Wollrode aber muss ein nicht bekannter Gegenstand die Abstände über einen längeren Zeitraum aus dem Lot gebracht haben, daraufhin kam es zu einer Überhitzung der Isolatoren und schließlich zum Leitungsschaden, erklärte der Sprecher. (lgr/zot)

Fotos: Starkstromleitung stürzte in Getreidefeld

Starkstromleitung stürzte bei Wollrode in Getreidefeld

Quelle: HNA

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