Neuer Bildungsfonds für Finanzierung von Bildungs- und Ausbildungsmessen im Kreis

Start in Beruf erleichtern

Haben ihren Beruf schon gewählt: von links Kay-Henric Engel, Winfried Becker, Rainer Geisel und Wolfgang Scholz wollen nun auch Schülern dabei helfen, den richtigen Beruf zu finden. Foto: Nickoll

Homberg. Bildungsmessen und Ausbildungsbörsen kosten Geld. Ein Bildungsfonds wurde jetzt gegründet, um Veranstaltungen zur Berufsorientierung an Schulen mitzufinanzieren.

Das Gremium des Fonds, das im Dezember seine Arbeit aufnimmt, soll die Olov-Standards für Bildungsmessen- und Ausbildungsbörsen umsetzen. Olov steht für: „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf“. Dahinter verbirgt sich eine landesweite Strategie aller Partner des Hessischen Ausbildungspaktes. Die Standards sollen sich an den Bedingungen und der Nachfrage in den einzelnen Regionen orientieren.

Bisher machten die Schulen noch ihr eigenes Ding, Art und Umfang der Berufsvorbereitung sei vom Engagement und der Größe der Schule abhängig, sagte Wolfgang Scholz, Olov-Regionalkoordinator. Einheitlichere Standards sollen dafür sorgen, dass sich Schulabgänger unabhängig von ihrer Schule für die richtige Ausbildung entscheiden.

Erfolge im Kampf gegen den Fachkräftemangel erhoffe sich die Region dadurch, sagte Winfried Becker, Erster Kreisbeigeordneter.

Anträge ab 2014

Darin, abgehenden Schülern die Ausbildung im eigenen Betrieb schmackhaft zu machen, sieht Engel auch den Anreiz für Betriebe, das Projekt zu unterstützen. Der Bildungsfonds soll Bildungsmessen beruflicher Schulen, Ausbildungsbörsen und Projekte zur beruflichen Orientierung mitfinanzieren. Mitmachen können allgemeinbildende Schulen.

„Welche Schulen gefördert werden, soll für jeden transparent sein“, sagte Kay-Henric Engel, Vorsitzender des Fördergremiums. Erste Anträge können ab Januar 2014 eingereicht werden. Dann beginnt die Förderung. Die Anträge müssen klären, was die Schule plant und wie sie es finanzieren will. Das Startkapital des Fonds beträgt 10 000 Euro. Im Gremium sitzen Vertreter aus Wirtschaft, Schulamt, der Kreisverwaltung, Vertreter von Olov und von beruflichen Schulen.

• Info: www.olov-hessen.de

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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