40.000 Einwohner aus Melsungen betreut

Für fünf Städte und Gemeinden: Start fürs neue große Ordnungsamt

+
Teil des Teams: Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt und Mitarbeiterin Kerstin Dietrich vor dem Dienstleistungszentrum. Mit so einem Wagen sind die Hilfspolizisten ab heute im Einsatz. 

Melsungen. Das gemeinsame Ordnungsamt für die Städte Melsungen, Felsberg, Spangenberg und die Gemeinden Malsfeld und Morschen startet heute. Im neuen Ordnungsamt sollen vor allem klassische Aufgaben übernommen werden. Dazu gehören:

Kontrolle des ruhenden Verkehrs, Gurt- und Helmpflicht, Abfall, Verkehrszeichen, Straßenreinigung und die Hundeverordnung.

Publikumsintensive Tätigkeiten sollen aber weiter in den einzelnen Städten und Gemeinden bearbeitet werden. Das sind Aufgaben wie das Meldewesen, das Standesamt, Gewerbeanmeldungen und die Feuerwehr.

Als neuen Service soll es ebenfalls ab heute ein Online-Antragsportal geben. Dort können Einwohner online Plakatierungen, das Aufstellen von Containern im öffentlichen Verkehrsraum und den Ausschank von alkoholischen Getränken melden. Das Portal ist von allen Internetauftritten der fünf Städte und Gemeinden zu erreichen.

Das Antragsportal soll nach Aussage von Melsungens Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Schmidt wird auch Chef des neuen großen Ordnungsamts sein. Dienstsitz ist im Melsunger Dienstleistungszentrum.

Für die etwa 40.000 Einwohner im neuen Ordnungsbehördenbezirk werde sich nichts ändern, sagt Markus Boucsein, Melsungens Bürgermeister. Drei Hilfspolizisten werden künftig den ruhenden Verkehr in den Orten überwachen. Hauptaugenmerk liege dabei auf Melsungen und Spangenberg. Auf Wunsch der Kommunen sei ein Einsatz auch an anderer Stelle möglich. So werde beispielsweise das Lkw-Parken in Ostheim kontrolliert. "Wir werden nicht einfach auf gut Glück nach Falschparkern suchen", sagt Schmidt. Eine regelmäßige Überwachung des ruhenden Verkehrs oder anderer Verstöße habe es in den meisten Kommunen bisher ohnehin nicht gegeben.

Mittelfristig würden alle Kommunen Geld sparen, nennt Boucsein als wichtigen Grund für das Ordnungsamt. Von neun Mitarbeitern in den fünf Kommunen bleiben sechs. Drei im Innen- dienst und eben die drei Hilfspolizisten. Außerdem sollen Abläufe verbessert und Aufgaben gebündelt werden.

Eineinhalb Stellen seien noch ausgeschrieben und somit noch nicht besetzt, sagt Boucsein.

An der Leistungsfähigkeit des Ordnungsamtes hatte es im Vorfeld Zweifel gegeben.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare