Gründungsversammlung für Bürger-Energiegenossenschaft in der Stadthalle

Start für Genossenschaft

Wilfried Steinbock

Wolfhagen. Es war ein langer Weg bis zur Bürger-Energiegenossenschaft Wolfhagen (BEG). Am Mittwoch beginnt um 19 Uhr die Gründungsversammlung in der Wolfhager Stadthalle.

Am 1. März hatte das Wolfhager Stadtparlament - gegen den erbitterten Widerstand des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB) und der Grünen - den Weg für eine 25-prozentige genossenschaftliche Beteiligung an den im kommunalen Besitz befindlichen Stadtwerken Wolfhagen freigemacht. Es war die letzte große Hürde vor der Gründung der BEG.

Im Vorfeld der Gründung, sagt Wilfried Steinbock, der am Mittwoch für den Vorstand der BEG kandidieren wird, seien bereits von gut 200 Leuten mehr als 2100 Anteile reserviert worden. Das seien meist Kunden der Stadtwerke Wolfhagen (SWW), aber auch Personen, die Kunde werden wollen.

Pro Person können maximal 20 Anteile zu je 500 Euro gezeichnet werden. Neben der Mitwirkung über die Genossenschaft an der Energiewende und die Möglichkeit zur Einflussnahme auf den eigenen Energieversorger sei auch die Dividende für viele Grund für ihr Interesse an der BEG. Eine Ausschüttung von maximal sechs Prozent winkt.

Steinbock, Vorsitzender der Gründungsgruppe, macht deutlich: „Es ist kein Schnäppchen, um schnelles Geld zu machen. Es ist keine Gelddruckmaschine.“ Dafür sei das Genossenschaftsmodell „eine solide Sache“, sagt Iris Degenhardt-Meister, Kandidatin für den Vorstand, es sei „sehr insolvenzsicher, nur 0,1 Prozent gehen pleite“.

Für Mittwoch steht ein logistischer Kraftakt an: Man erwartet 500 Interessierte zur Gründungsversammlung. Um 19 Uhr beginnt die Veranstaltung. Im zweiten Teil werden dann von der Generalversammlung, also den Mitgliedern, Aufsichtsrat, Vorstand und Energiebeirat gewählt. Prof. Hans Martin, Kandidat für den Aufsichtsrat, betont, dass alle Gremien ehrenamtlich besetzt werden.

Quelle: HNA

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