Waldbühne Niederelsungen gab Rollenverteilung für das neue Stück Ben Hur bekannt

Start in rasante Spielzeit

Eigene Fassung: Waldbühnenchef Heinz-Georg Henkelmann (links) und Spielleiter Arnd Röhl mit dem Buch für das neue Stück Ben Hur. Fotos:  Hoffmann

Niederelsungen. Wenn die Mitglieder der „Spielgemeinschaft Waldbühne Erich Oberlist Niederelsungen“ für ihre Fassung von Ben Hur ein „spektakuläres Wagenrennen“ ankündigen, so glaubt man ihnen gerne. Schon die Bekanntgabe der Rollenverteilung für die Saison 2011 war am Donnerstagabend im Gasthaus Hornschu eine verheißungsvolle Inszenierung für sich.

Spielleiter Arnd Röhl fasste bühnenreif die Handlung des Epos zusammen, gab im Zuge der Charakterbeschreibung die jeweiligen Schauspieler bekannt, nicht ohne mit einem Augenzwinkern auf vermeintliche Parallelen zum wahren Leben anzuspielen. Wie etwa im Fall von Bärbel Brunst, die Röhl als Mutter von Ben Hur als „besonders attraktiv und sich um ihrer Stellung innerhalb der Gesellschaft bewusst“ beschreibt. Oder bei Claus Biederbick, der als Darsteller von Valerius Gratus „ruhig etwas darstellen darf“.

„Ich bin unglaublich stolz, die Titelrolle spielen zu dürfen.“

Michael Schneider Hauptdarsteller

Das große Los aber hat Michael Schneider gezogen. Für das Urgestein der Theatertruppe gehören ruhige Abende daheim vorerst der Vergangenheit an, denn als Juda Ben Hur hat er ab kommender Woche einiges an Text zu büffeln. Der muss sitzen, wenn ihn die Inszenierung Stück für Stück in ein abenteuerliches Leben zu Beginn unserer Zeitrechnung führt.

Mahnende Worte

„Ich bin unglaublich stolz, die Titelrolle spielen zu dürfen“, sagte der erfahrene Laiendarsteller, der schon in der Vergangenheit große Rollen zu verantworten hatte, wie etwa vor zehn Jahren die des Amadeus im gleichnamigen Stück.

Die Texte gab es dann auch gleich mit an die Hand, nicht ohne mahnende Worte des Spielleiters, der auch gleichzeitig Mitverfasser der Bühnenversion ist. „Behandelt das Buch wie ein heiliges Relikt, es sollte niemand falsches in die Hände bekommen“, so Röhl. Seine Sorge ist verständlich, denn anders als bei anderen Stücken, die von Verlagen für eine Inszenierung gekauft werden, ist der Inhalt der Öffentlichkeit noch nicht bekannt.

Eigene Version

Zwar habe man sich im Wesentlichen an das Original von Lewis Wallace gehalten, dennoch eine eigene Version für Niederelsungen erschaffen.

So wird es beispielsweise einen Erzähler geben, dargestellt von Vereinsvorsitzendem Heinz-Georg Henkelmann, der die Besucher durch die Geschichte führt. Hoffen darf man laut Röhl auch auf die Kulisse, die alles bisherige in Schatten stellen soll. Auch hier überlassen die Niederelsunger nichts dem Zufall, holten sich Tipps bei keinen Geringeren als den Bühnenbauern der Dresdener Semperoper.

„Insgesamt wird die Produktion mit allem drum und dran rund 70 000 Euro kosten“, verriet Bergbühnen-Chef Henkelmann. Die Spieltermine vom 25. Juni bis 3. September 2011 sollten sich Freunde großen Theaters also schon jetzt dick im Kalender eintragen.

Weitere Informationen unter www.niederelsungen.de/waldbuehne.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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