Start im Rathaus Treysa im Advent:

Wieder im Rathaus: Als Bürgermeister ist Stefan Pinhard dorthin zurückgekehrt, wo er nach dem Abi ausgebildet worden war. Wir baten ihn fürs Foto zum Antrittsbesuch an den Adventskranz. Foto: Quehl

Wenn Stefan Pinhard sich einstmals an seine ersten Tage als Schwalmstadts amtierender Bürgermeister erinnert, wird er vermutlich vorweihnachtliche Assoziationen zuhauf damit verbinden. So las er am Zweiten Advent als Schirmherr auf dem Weihnachtsmarkt in Hephata die „Geschichte von der Weihnachtsgans Auguste“ vor. Auf die war er selbst gespannt, denn er kannte sie noch nicht. Zuvor sprach er schon bei den Adventsnachmittagen der Schwalmstädter Senioren. Und er selber nahm nette Geschenke entgegen, die wegen der sich türmenden Termine zunächst einfach in einer Ecke seines Dienstzimmers abgestellt wurden: Die Übernahme des 275-Personen-Betriebs bei voller Fahrt lässt ersteinmal kaum Atempausen.

Zumal die Familie Pinhard noch nicht komplett aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Schwalmstadt gezogen ist. Das, erzählt Pinhard, stehe im neuen Jahr an. Als Vater des zehnjährigen Kai ist er froh, dass der ohnehin als Viertklässler vor einem Schulwechsel stand. Ehefrau Ilona, von Beruf Sozialpädagogin, werde sicherlich zwischen Kassel und Marburg das Richtige finden.

Glücklich fügte es sich, dass am Vortag des offiziellen Amtsantritts die jährliche Personalversammlung war. Die Aufnahme im Rathaus sei anderntags wunderbar verlaufen, erzählt der 48-Jährige. Und es sei auch noch der Festtag „70 Jahre Hessen“ gewesen, fügt er mit einem Schmunzeln hinzu.

Jetzt ist der Neue dabei, sich auf die erste Stadtverordnetensitzung am kommenden Donnerstag vorzubereiten, im Januar schon solle der neue Haushalt eingebracht werden.

Wie also fühlt es sich an, nach einem viertel Jahrhundert an die alte Stätte, das Rathaus, zurückzukehren, wo man damals als Verwaltungslehrling begann? „Sicher, das ist mein erklärtes Ziel gewesen“, antwortet Pinhard salomonisch, „aber es ist doch ein ganz anderes Rathaus heute, nicht nur, weil es zwischenzeitlich komplett saniert wurde.“ Einerseits sei eine Reihe von Kollegen von damals noch im Hause. Aber der parteilose Finanzfachmann hat dennoch vor, als nächstes alle Abteilungen einzeln zu besuchen und neu kennen zu lernen, was allerdings vor Weihnachten zeitlich kaum mehr realisierbar sei.

Und noch eines wird für Stefan Pinhard zum Jahresausklang diesmal anders sein, als sonst. Zum Scherzmarkt, dem wohl höchsten Pflichttermin für jemanden, der in Treysa aufgewachsen ist, wird er nicht da sein: Für diese Zeit hat er schon vor einem Jahr Urlaub gebucht, nur wohin es geht, verriet er uns nicht.

Quelle: HNA

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