So starten Motorradfahrer sicher in die Saison

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Bald geht es los: Sobald das Wetter frühlingshaft und beständig ist, werden Motorradfahrer wieder ausgedehnte Ausflüge unternehmen. Das Foto zeigt Bedienstete des Polizeipräsidiums Nordhessen auf einer Tour in den Spessart.

Wolfhager Land. Vereinzelt sieht man sie schon auf den Straßen, der Großteil wartet jedoch offenbar auf frühlingshaftes, beständiges Wetter, um endlich - im wahrsten Sinne des Wortes - durchzustarten. Die Rede ist von den Motorradfahrern, deren Saison unmittelbar bevorsteht.

Bei aller Vorfreude sollten die Biker nicht außer Acht lassen, dass es ein wenig Zeit braucht, um sich nach der Winterpause wieder an die Maschinen zu gewöhnen.

„Wer Motorrad fährt, trägt eine große Verantwortung - sowohl für sich selbst als auch für andere“, sagt Volker Pieper, Leiter der Polizeidienststelle Wolfhagen, der selbst seit über 30 Jahren - dienstlich und privat - Motorrad fährt. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Einheit Mensch - Maschine über die Monate ohne ständige Fahrpraxis verloren geht. Motorradfahren ist also keineswegs vergleichbar mit Radfahren oder Schwimmen, was man lernt und dann nicht mehr verlernt“, warnt der Polizeichef.

Erfahrene Biker wissen in der Regel, was sie tun müssen, um nach der Winterpause die Gesamtkoordination wiederherzustellen. „Ich selbst fahre, bevor ich in die Saison starte, auf einen leeren Parkplatz und mache mich dort wieder langsam mit meiner Maschine vertraut. Dazu gehören unter anderem Gefahrenbremsungen, das Kurvenfahren und die Schräglage“, verdeutlicht Pieper.

Für Anfänger und eher ungeübte Fahrer gibt er folgende Tipps zum sicheren Start in die Saison:

Maschine: Das Motorrad muss sorgfältig auf seine Funktionstüchtigkeit und Sicherheit geprüft werden. Besonders wichtig sind dabei die Bremsanlage, die Reifen (Mindestprofiltiefe: 1,6 Millimeter), das Fahrwerklager, die Beleuchtungsanlage sowie Antrieb und Motor. Wer unsicher ist, sollte das Motorrad zu einem Fachhändler zur Inspektion bringen.

Mensch: Man sollte die eigene Fitness überprüfen und, wenn notwendig, verbessern, da Motorradfahren dem Körper einiges abverlangt.

Die Teilnahme an einem Fahr- und Sicherheitstraining ist grundsätzlich empfehlenswert. Dabei wird das Fahrkönnen überprüft und man kann sich wieder langsam an die Fahreigenschaften der Maschine gewöhnen.

Ausrüstung: Die Ausrüstung sollte auf Passgenauigkeit und Abnutzung überprüft werden. Nur wenn alles passt, ist die Ausrüstung noch sicher. Wer auf Schutzkleidung verzichtet, riskiert seine Gesundheit.

Zum Schutz gehören ein geprüfter Helm, Motorradlederhandschuhe, Motorradstiefel, ein Nierengurt, ein Rückenprotektor, eine Jacke mit Protektoren an Schulter, Ellenbogen/Unterarm, Rücken und eine Lederhose mit Protektoren an Hüfte, Knie und Unterschenkel. Empfehlenswert sind Signaldfarben statt Schwarz. Da andere Verkehrsteilnehmer sie besser wahrnehmen, bieten sie mehr Sicherheit.

Von Esther Beller

Quelle: HNA

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