Starthilfe: Jugendliche machen Schulabschluss und lernen Berufe kennen

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So geht gärtnern: Uschi Steube vom Starthilfe Ausbildungsverbund hilft den Schülern Ivan Gumenscheimer aus Treysa, Kevin Ellrich aus Bad Zwesten und Sebastian Richert aus Borken (von links) bei der Tomatenernte in den Gewächshäusern in Mühlhausen.

Schwalm-Eder. Es gibt richtig heiße Aufgaben. Tomatenpflücken ist so eine. Denn wenn Ivan Gumenscheimer, Kevin Ellrich und Sebastian Richert mit Kisten und Körben zur Ernte ausrücken, wissen sie vor allem eines: Das Arbeiten im Gewächshaus lässt niemanden kalt.

Das macht der Starthilfe Ausbildungsverbund Schwalm-Eder möglich: Er bietet mit dem Projekt Qualifizierung und Beschäftigung jungen Leuten zwischen 14 und 27 die Möglichkeit, in verschiedene Berufe zu schnuppern, einen geregelten Alltag zu haben und zugleich noch einen Schulabschluss zu erwerben.

Kevin Ellrich, Sebastian Richert und Ivan Gumenscheimer lernen zusammen mit der Landschaftsplanerin Ingrid Schröder und der Sozialpädagogin Uschi Steube den Beruf des Gärtners kennen. Sie bauen auf dem Mühlhausener Gelände der Starthilfe Gemüse an. Eine Arbeit, die eine gewisse innere Haltung verlangt: „Pflanzen verlangen Geduld, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, regelmäßiges Kümmern – und bieten dafür bei der Ernte auch jede Menge Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen“, sagt Ingrid Schröder.

Die jugendlichen Teilnehmer stammen aus dem ganzen Landkreis, sind eigentlich ausgeschult, besitzen aber doch meist keinen Schulabschluss. Den nachzuholen und zugleich einen wichtigen Schritt in Sachen Berufsleben zu unternehmen ist Ziel des Projekts. „Es ist für die jungen Leute eine gute Gelegenheit, sich nochmal zu orientieren“, sagt Uschi Steube.

Den Teilnehmern des Projekts stehen viele Möglichkeiten und Richtungen offen, denn es geht längst nicht nur ums Gärtnern: Die Starthilfe hat Kontakte zu vielen Betrieben, kann Praktika zahlreichen Sparten und Berufen vermitteln, Einblicke in zahlreiche Beschäftigungen bieten. Dabei, sagt Geschäftsführerin Elke Junger, können die Jugendlichen Stärken, Schwächen und vielleicht sogar auch neue Talente entdecken.

Das Projekt Qualifizierung und Beschäftigung wird nicht übers Arbeitsamt vermittelt. Junge Leute, die wieder die Schulbank drücken, einen Abschluss nachholen und gleichzeitig das Berufsleben kennen lernen wollen, können sich direkt an die Starthilfe in Homberg wenden. (bra)

• Kontakt: Starthilfe Ausbildungsverbund, Tel. 0 56 81/990 20

Quelle: HNA

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