Pächter Bernd Städter bereitet das Wohnwagen-Gelände für die neue Saison vor

Startklar für die Camper

An der frischen Luft: Der Frielendorfer Campingplatzpächter Bernd Städter füllt die Löcher der Wühlmäuse auf dem 30 000 Quadratmeter großen Gelände auf.   Foto: Schorn

Frielendorf. Ob Hecken schneiden, Wühlmauslöcher auffüllen, Rasen mähen oder den Sand des Sandkastens austauschen – momentan hat der Frielendorfer Campingplatzpächter Bernd Städter alle Hände voll zu tun. Denn ab Ostern beginnt die Saison auf dem 30 000 Quadratmeter großen Areal. Doch zuvor muss einer der wenigen ganzjährig geöffneten Campingplätze in Hessen aus dem Winterschlaf geholt werden.

„Von November bis April ist hier nicht viel los“, erzählt der 64-jährige Frielendorfer. Nur selten verirrt sich ein Camper in der kalten Jahreszeit auf den Wohnwagenstellplatz in der Nähe des Silbersees. „Auch die etwa 60 Dauercamper kommen nur bei schönem Wetter am Wochenende“, sagt Städter.

In dieser Zeit werden vor allem Ausbesserungsarbeiten auf dem Gelände vorgenommen. Diesen Winter wurden beispielsweise die Sanitäranlagen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Frielendorfer Bauhofes gestrichen. Denn Eigentümer des Freizeitgeländes ist die Gemeinde.

Campen liegt im Trend

Bernd Städter betreibt mit seiner Frau Petra den Campingplatz seit acht Jahren. Zuvor waren sie Wirte in der Gaststätte des Schwimmbades, dass direkt an den idyllisch gelegenen Campingplatz grenzt. „Schön ist, wenn die Kinder, denen man früher die Nase geputzt hat, jetzt selber mit ihren Kindern auf den Campingplatz kommen“, findet er. Zumal Campen seit einiger Zeit wieder beliebter sei.

„Wir haben viele Gäste aus Skandinavien und natürlich aus den Niederlanden“, berichtet er. „Und aus Deutschland kommen viele Kurzurlauber auf die 80 Urlaubsstellplätze. Vor allem aus dem Ruhrgebiet“, meint der Platzpächter.

Viele Dauercamper kommen dagegen aus Nordhessen. „Der Trend geht auch wieder vermehrt zum Zelten“, erzählt Bernd Städter.

Es gibt noch viel zutun

In den nächsten Tagen muss der Campingplatzbetreiber noch den Rasen mähen. Doch seine beiden Gartentraktoren sind momentan zur Reparatur. „Ich versuche so viel wie möglich selbst zu machen. Sonst trägt sich das Geschäft nicht“, erläutert er.

Doch auch ohne Rasenmäher gibt es noch genug Arbeit. „Wir haben immer etwas zu tun. In der Hochsaison zwölf bis 14 Stunden am Tag“, sagt Städter. Denn neben der Instandhaltung des Geländes muss zum Beispiel für den Kiosk und Propangas eingekauft, der Brötchenservice koordiniert oder die beiden Mietcampingwagen hergerichtet werden.

„Mir macht die Arbeit Spaß. Auf dem Campingplatz bin ich immer an der frischen Luft“, erzählt der 64-Jährige, der das Ferienidyll noch einige Jahre betreiben möchte.

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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