Stau auf A7 hat sich aufgelöst - Ursache war eine Eisenstange

Guxhagen. Eine Eisenstange hat am Freitagvormittag einen Stau auf der Autobahn 7 ausgelöst. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Nord zwischen Melsungen und Guxhagen auf einer Strecke von zwei Kilometern dicht.

Kurz vor elf Uhr hörte der polnische Fahrer einer Spedition aus Harrislee bei der Fahrt Richtung Norden kurz hinter dem Parkplatz Markwald einen Schlag unter seinem Lastwagen. Der Lkw war mit Stückgut beladen auf dem Weg von Eichenzell nach Dänemark. Beim Blick auf den Rückspiegel fiel dem Fahrer auf, dass Dieselkraftstoff aus seinem Tank lief. Gleichzeitig sah er, dass bei einem weiteren Lkw die Reifen blockierten. Obwohl der polnische Fahrer seinen Lkw sofort auf den Standstreifen lenkte, war schon eine etwa 500 Meter lange Dieselspur auf dem rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen entstanden. Bei dem zweiten Lkw war ein Luftschlauch durch die Stange zerstört worden, so dass die Bremsen blockierten. Die Polizei konnte die etwa 70 Zentimeter lange Vierkantstange sicherstellen. Ein weiterer Fahrer eines beschädigten Fahrzeuges hat sich mittlerweile bei der Polizei gemeldet. Ob der Schaden auch durch die Eisenstange verursacht wurde, ist zurzeit noch nicht bekannt. Auch, wer die Stange auf der Autobahn verloren hat, ist nicht geklärt.

Aktualisiert um 13.45 Uhr.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Melsungen und Guxhagen waren mit sechs Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften unter der Leitung des Melsunger Stadtbrandinspektors Frank Ebert im Einsatz. Die Feuerwehrleute sicherten als erstes gemeinsam mit Beamten der Autobahnpolizei die Unfallstelle und sperrten die rechte Fahrspur. Mit Mulden wurde der restliche Dieselkraftstoff aus dem Tank aufgefangen und die Dieselspur mit Ölbindemittel abgestreut. Um die gesamte rutschige Spur abzustreuen, verbrauchten die beiden Feuerwehren fast 400 Kilogramm Ölbindemittel. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei sicherten mit zwei Warnfahrzeugen den verschmutzten Bereich und kehrten mit einer speziellen Kehrmaschine das kontaminierte Ölbindemittel wieder auf.

Während der Arbeiten bildete sich ein zwei Kilometer langer Stau, der sich erst gegen 13 Uhr wieder komplett aufgelöst hatte. Da etwa 150 Liter Dieselkraftstoff aus dem Tank auf die Fahrbahn und auch auf den Seitenstreifen gelaufen waren, wurde auch die Untere Wasserbehörde eingeschaltet. (zot)

Fotos von der Unfallstelle

Eisenstange beschädigt Lkw - Stau auf der A7

Quelle: HNA

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