Künstler Gunter Demnig verlegte sechs Stolpersteine in der Melsunger Innenstadt

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Kunst, die nachdenklich macht: Gunter Demnig mit dem Stein für Helene Block. Hinten von links: Dr. Renate Mahler-Heckmann und Martin Hentschker von der Initiative Stolpersteine.

Melsungen. Die Melsunger Initiative für Stolpersteine hat am Donnerstag in der Melsunger Innenstadt sechs Steine zum Gedenken an jüdische Opfer aus der Bartenwetzerstadt verlegt.

Die Steine erinnern an die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Juden und liegen vor ihren einstigen Wohnhäusern.

Bereits in der Vergangenheit hatte Künstler Gunter Demnig mit der Melsunger Initiative 25 Stolpersteine verlegt. Inzwischen wird es aber immer schwieriger, der Lebensgeschichte der ehemaligen jüdischen Mitbürger auf die Spur zu kommen, erklärte Dr. Renate Mahler-Heckmann von der Initiative. Das zu Tage geförderte Material berge Widersprüche, und das Wissen um die Geschichte um einige der einstigen jüdischen Mitbürger sei dürftig.

Bei der inzwischen vierten Stolperstein-Verlegung am Donnerstag wurde vor dem Haus an der Oberen Steingasse 6 eins der Mahnmale verlegt, auf dem sinngemäß zu lesen ist: Hier wohnte Helene Block, Jahrgang 1864, deportiert 1942 nach Theresienstadt, ermordet am 25. September 1942. Fünf weitere Steine wurden für Rosel und Emma Abt und die Brüder Emil, Toni und Siegmund Goldschmidt verlegt. (lgr)

Quelle: HNA

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