Zahl der Sozialversicherten stieg in zehn Jahren um 21 500

Stellen-Boom in Stadt und Landkreis Kassel

Kassel. Der Arbeitsmarkt in Stadt und Landkreis Kassel hat sich in den vergangenen zehn Jahren hervorragend entwickelt. Die Zahl der Arbeitslosen halbierte sich in diesem Zeitraum auf 14.700.

Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversichungspflichtig Beschäftigten um 21.500 oder 14,6 Prozent auf 168.200, wobei die Stadt für sich genommen mit einem Plus von 17,2 Prozent hessenweit den zweiten Platz nach dem Hoch-Taunus-Kreis mit 17,7 Prozent einnimmt. ist. Das geht aus einer aktuellen Statistik hervor, die die Vereinigung der nordhessischen Unternehmerverbände (VhU) jetzt vorgelegt hat.

Demnach belegt der Kreis Fulda mit einem Plus von 15 Prozent in der Beschäftigungsrangliste Platz 3, gefolgt von Marburg-Biedenkopf (12,2), Darmstadt-Dieburg (11,6) und dem Kreis Kassel, der mit einem Jobzuwachs von 10,8 Prozent ebenfalls zur hessischen und bundesrepublikanischen Spitzengruppe gehört. Zum Vergleich: Die Boomstadt Frankfurt schaffte nur 10,4 Prozent, und der schwerreiche Hochtaunus-Kreis bringt es auf vergleichsweise moderate neun Prozent.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt - also einschließlich Beamten, Selbstständigen und Mini-Jobbern, die ja keine Sozialabgaben zahlen. Das Plus in Stadt und Kreis Kassel liegt bei nur 6,8 Prozent auf 239.200. Dass dieser Anstieg deutlich geringer ausfällt als der bei den Sozialversicherten ist ein sicheres Indiz dafür, dass die Zahl der Beamten und Selbstständigen gesunken und die Dynamik bei Minijobs geringer ist als bislang angenommen.

VhU-Geschäftsführer Jürgen Kümpel spricht sich vor diesem Hintergrund gegen die Einführung eines Mindestlohns „als arbeitsmarktpolitischen Unsinn“ aus. Die derzeit üblichen Einstiegslöhne böten Langzeitarbeitslosen und Geringverdienern eine Chance zum Einstieg ins Berufsleben. Jeder habe die Chance, sich aus dem Einstiegslohn herauszuarbeiten.

Von José Pinto

Quelle: HNA

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