Sterbebegleitung ist auch Hilfe für Familien

Hospizvereine in Schwalm-Eder: Immer mehr Menschen wissen um das Angebot

Schwalm-Eder. Je größer der Bekanntheitsgrad der Hospizvereine im Schwalm-Eder-Kreis, desto häufiger kommen Anfragen nach der ehrenamtlichen Unterstützung, Menschen in den letzten Wochen und Monaten zu begleiten.

Diese Erfahrung hat Petra Hochschorner gemacht, Geschäftsführerin des seit fünf Jahren bestehenden Vereins, der Hospizgruppe Felsberg/Melsungen.

30 Sterbebegleiter kann die für den Kreisteil Melsungen zuständige Gruppe derzeit einsetzten. „Angebot und Nachfrage halten sich in etwa die Waage“, sagt Petra Hochschorner. „Wir haben aber noch Kapazitäten frei.“ Die nächsten 14 ehrenamtlichen Helfer absolvieren gerade ihre Ausbildung.

Auch Elisabeth Schuch, Leiterin des Alten- und Pflegeheimes St. Martin und Koordinatorin der Hospizgruppe Neukirchen, bestätigt die verstärkte Nachfrage – sowohl im stationären wie im ambulanten Bereich. Seit 1997 gibt es die Gruppe.

Wie lange die Helfer im Einsatz sind, ist unterschiedlich. Es können wenige Tage sein, etwa bei Koma-Patienten, wie Irmtraud Hausam, stellvertretende Vorsitzende des Hospizdienstes Fritzlar, erklärt, aber auch mehrere Monate. Seit es in Fritzlar den Verein zur Förderung der Palliativmedizin gibt, gehen die Nachfragen jedoch dort zurück.

Während manche Menschen, deren Ende naht, sich selbst und frühzeitig an einen Hospizverein wenden, sind es in der Regel aber die Angehörigen. Sie wissen um das Angebot zum Beispiel aus der Zeitung, vom ambulanten Pflegedienst, vom Arzt.

Die Sterbebegleiter sind aber nicht nur für den Sterbenden da. Mit ihrer Arbeit entlasten sie die Angehörigen, die sich ein paar Stunden eine Auszeit nehmen können. Hochschorner: „Es geht darum, das System zu stabilisieren. Es kann auch sein, dass nämlich die Angehörigen die Hilfe benötigen.“ Hintergrund, Zum Tage

Quelle: HNA

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