Langfristiger Artenschutz

Stiftung sucht Wilde Wiesen und Blumen für die Schwälmer Insekten 

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Symbolbild Wildblumenwiese. 

Ziegenhain. Die Konvekta C. H. Schmitt Stiftung setzt sich für blühende Landschaften ein, um die Artenvielfalt zu erhalten. 

Mit dem Thema Insektensterben befasst sich die Konvekta C.H. Schmitt Stiftung. Unter der Regie des Stiftungsgründers Carl Heinrich Schmitt wird nun das Projekt „Blühende Landschaften zur Artenschutzerhaltung“ angestoßen.

Ein Grund für den dramatischen Rückgang seien wohl die strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten, vermutet Schmitt: „Es gibt ja nur noch wenige Grünstreifen an den Feldern. Der Lebensraum für Insekten und Bienen wird immer kleiner.“ Stiftungsmitglied Hildegard Meckbach ergänzt: „Man sieht in der Landschaft keine Farben mehr.“

Carl HeinrichSchmitt

Genau an diesen Punkt möchte Schmitt jetzt ansetzen: Die Schwalm soll wieder bunter werden. Man beabsichtige mit Mitteln der Konvekta C.H. Schmitt Stiftung Flächen langfristig zu pachten oder zu kaufen, um dort Wildwiesen anzulegen, erklärt Christina Hoos vom Stiftungsvorstand: „Wenn jemand Flächen hat, dann kann er sich bei uns melden.“ Bezüglich der Flächengröße gibt es keine Beschränkung, jedes Fleckchen kann ein Stück weit helfen. Um die Erfolgsaussichten der Aktion „Blühende Landschaften zur Artenschutzerhaltung“ zu erhöhen, soll das Renaturierungsprojekt wissenschaftlich begleitet werden, sagt Hildegard Meckbach: „Die Flächen können auch naturnah bewirtschaftet werden.“

Als Pilotprojekt möchte die Stiftung spätestens im Frühjahr eine eigene, rund 6500 Quadratmeter große Wiese im Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain insektenfreundlich umgestalten. Ziel sei es, gewissermaßen einen Flickenteppich von naturnahen Wiesen zunächst über die Schwalm zu legen, so Schmitt: "Wir werden hier bei uns beginnen." 

Großen Wert legen die Konvekta C.H. Schmitt Stiftung auf die Nachhaltigkeit. Pachtzeiträume von 30 bis 40 Jahren oder Erbpacht sind problemlos möglich. „Wichtig ist es, dass es nicht nach zwei, drei Jahren zu Ende ist“, betont Christina Hoos. Sie ist per E-Mail erreichbar unter christinahoos@konvekta.com. Seit 2004 fördert die Konvekta C. H. Schmitt Stiftung verschiedene Projekte. Das größte Projekt ist ein Kinderhaus für Tsunami-Waisen in Medan, Sumatra. Unter anderem beteiligt sich die Stiftung bei der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund. 

Quelle: HNA

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