Paar hat Donnerstag Horst im Glockenborn bezogen und balzt

Die Störche sind wieder zurück

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Sensation am Glockenborn: Am Donnerstag hat ein Storchenpaar den künstlichen Horst im Bründerser Glockenborn bezogen. Unser Leser Hans-Werner Hebeler hat das Paar bei der Balz fotografiert.

Wolfhagen. Die Störche sind wieder da! Am Glockenborn bahnt sich derzeit eine kleine Sensation an. Ein Storchenpaar ist am Donnerstag in den vorbereiteten Horst eingezogen und balzt.

Begonnen hatte alles im vergangenen Jahr, als im späten Frühling erstmals in der Geschichte des Altkreises ein Storchenpaar das künstliche Nest im Glockenborn bezog.

Die beiden lösten einen Besucheransturm in dem vor Jahren angelegten Biotop aus. Viele Naturfreunde kamen jeden Tag, beobachteten und fotografierten die seltenen Gäste. Naturschutzbund und Vertreter des Regierungspräsidiums in Kassel gehörten ebenfalls zu den Beobachtern des seltenen Weißstorchpärchens.

Den erhofften Nachwuchs gab es nicht mehr, vermutlich aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit. Groß war die Hoffnung, dass das Paar, beide Jungstörche, in diesem Jahr zurückkehrt - und endlich für den ersehnten Nachwuchs sorgt. Im Winter erhielt Stephan Schmidt vom städtischen Umweltmanagement die Nachricht, das einer der Störche aus Sachsen kam. Er hatte die Ringnummer mit dem Fernglas entziffern können und sie dann an die Datenbank der Vogelwarte Helgoland übermittelt.

Einer der Störche könnte ein Rückkehrer aus 2013 sein, der andere ist es definitiv nicht, sagt Schmidt. Er konnte am Donnerstag bei einem der Störche eine andere Ringnummer identifizieren. Falls der Storch aus Sachsen auch zurückkehrt, könnte es Ärger am Glockenborn geben, meint Schmidt. Deshalb plant die Stadt kurzfristig einen weiteren Horst zu bauen, um ein Ausweichquartier für weitere Ankömmlinge zu schaffen.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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