Bunte Dekorationen machten Lust auf Frühling

Homberger Ostermarkt: Stoff-Huhn und Ton-Hase

Homberg. Auch wenn es am Sonntag so gar nicht nach Frühlingserwachen aussah, lockte der Ostermarkt doch die Menschen ins Homberger Heimatmuseum.

Denn dort herrschte Frühlingsstimmung zwischen all den bunten Eiern und lustigen Dekorationsideen für das Osterfest.

Schon kurz nach dem Gottesdienst tummelten sich die Homberger zwischen Kunsthandwerk und Geschichte. Dicht an dicht präsentierten die Aussteller liebevoll verzierte Eier für das Osterfest neben Relikten vom Homberger Schlossberg oder Stichen aus der Stadt.

Das Ambiente begeisterte auch Erstausstellerin Marlis Dürrbaum. „Es ist so urig und gemütlich, anders als in den großen Hallen“, sagte sie. Die Gudensbergerin war das erste Mal mit ihren handbemalten Eiern in Homberg, obwohl sie schon seit vielen Jahren in dem Geschäft tätig ist. Eigens für den Homberger Markt hatte sie die Marienkirche mit filigranen Pinselstrichen aufs Ei gebannt.

Gleich daneben hatte sich die Hombergerin Barbara Wimmel positioniert und erntete mit ihren neuesten Kreationen viel Bewunderung. Die Malerin hatte lustige Hühner und witzige Stiere auf Tapete gemalt.

Bettina Viereck zeigte ihre Dekorationen zum Fest: Rosen aus Filz wanden sich in Holzkränzen, verziert mit Perlen, Moos und Ästen. „Hier ist alles Kunsthandwerk und nichts aus Industrieproduktion“, sagte Margret Schmidt, die Schönes aus Stoff präsentierte. Die Melsungerin schneidert Stoff-Hühner, Kissen oder Schlüsselanhänger.

Uschi Reitze aus Homberg versäumt nie den Besuch des Ostermarktes und entdeckt jedes Jahr etwas Neues. Verzückt stand sie vor tönernen Hasen und kaufte auch. „Das ist einzigartig“, sagte sie.

Weiter unten ließen sich die Besucher Kaffee und selbst gebackene Kuchen schmecken. „Das Museumscafé ist der Magnet beim Ostermarkt“, sagte Karl-Otto Schmidt von der Museumsleitung. Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass jeder Aussteller statt Standgeld einen Kuchen mitbringt. Sabine Becker hatte einen Schmandkuchen gebacken und malte im Obergeschoss in Tracht und traditioneller Manier feine Linien nach alter Schwälmer Kunst auf die Ostereier.

Quelle: HNA

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