Neue Ausstellung zeigt Werke von Ingeborg Mengel, die von der kostbaren Kleidung fasziniert war

Vom Stolz auf die Schwälmer Tracht

Farbenprächtig: eines der Bilder der Ausstellung. Repro: privat

Willingshausen. Eine Ausstellung mit Werken von Ingeborg Mengel (1921-2006) wird am Samstag, 14. Juli, um 16 Uhr in der Kunsthalle Willingshausen eröffnet.

Es war ein Zufall, der die aus dem Hunsrück stammende Künstlerin Ingeborg Mengel in die Fachwerkstatt Alsfeld führte. Während der Kriegsjahre hatte sie in München und Frankfurt einige Semester Kunst studiert und im Frühjahr 1945 ihre Verwandten besucht, als ihr der Einmarsch amerikanischer Truppen den Rückweg abschnitt. Später heiratete sie den Architekten Karl-August Mengel und fand in Alsfeld-Altenburg ihren Lebensmittelpunkt. Fortan waren die Städte, Dörfer und Landschaften ihrer näheren Umgebung sowie Porträts ihre bevorzugten Motive. In den 70er Jahren kamen Schwälmer Trachtendarstellungen hinzu. Zur der Zeit, als Mengel sich der Darstellung der Schwälmer Tracht widmete, hatte diese bereits ihren ehemaligen Status in der dörflichen Gesellschaftsordnung verloren.

Nur bei besonderen Anlässen wie Trachtenumzügen holte man die in mühsamer Handarbeit gefertigten Kleidungsstücke hervor. Dann zeigte sich, dass die Schwälmer Tracht in ihrer Formenvielfalt zu Recht als eine der schönsten Volkstrachten gilt.

Zur Vernissage begrüßt Vorsitzender Helmut Geißel die Gäste, ein Grußwort spricht Bürgermeister Heinrich Vesper, und eine Einführung gibt Friedrich Piesk. (jkö)

• Die Ausstellung ist bis zum 26. August zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Dienstag bis Freitag: 14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.

Quelle: HNA

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