Verbandstag in Balhorn: Stolze Bilanz der 29 Wolfhager Kreiswehren

Immer engagiert: Mit dem Brandschutzehrenzeichen am Band zeichneten Landrat Uwe Schmidt (rechts) und Silvio Burlon (links) als Direktor der Landesfeuerwehrschule treue Mitglieder aus. Fotos: Michl

Balhorn. „Alle 29 Freiwilligen Feuerwehren im Feuerwehrverband Wolfhager Land haben auch im Jahr 2012 wieder deutlich gemacht, dass sich die Bürger in unseren Städten und Gemeinden täglich rund um die Uhr auf die gute Ausbildung, Schlagkraft und den Einsatzwillen unserer Wehren verlassen können.“

Das sagte Verbandsvorsitzender Lothar Grebe (Oberelsungen) zum Auftakt der Verbandstage in Balhorn.

Doch die derzeit 950 aktiven Einsatzkräfte, davon 97 Frauen, haben sich nicht nur in ihrem ehrenamtlichen und unverzichtbaren Engagement als Baustein der Sicherheitsarchitekur und Gefahrenabwehr bewiesen, so Grebe im Festzelt weiter, sondern sie bilden in den Städten und Gemeinden, zusammen mit den 5000 Mitgliedern der jeweiligen Feuerwehrvereine, auch das tragende Fundament der örtlichen Gemeinschaft.

Was die Frauen und Männer, die sich aus der Überzeugung heraus zusammengefunden haben, in 2012 als eine starke Gemeinschaft geleistet haben, bilanzierte Kreisbrandmeister Christian Fischer (Oberelsungen) in beeindruckenden Zahlen.

In den 29 Kreiswehren fielen im vergangenen Jahr insgesamt 100.000 Dienststunden an. 343 Mal mussten die Wehren zu verschiedenen Einsätzen ausrücken. Zu dem opferten die Wehrleute in der Aus- und Fortbildung bei 567 Lehrgängen ihre Freizeit.

Nachwuchs im Fokus

Dankeschön: Kreisverrbandsvorsitzender Lothar Grebe (rechts) und Katrin Himmelreich (links) vom Vorstand Kreisjugendfeuerwehr ehrten Stefan Bubenhagen, Tina Albert und Philipp Löber jeweils mit der Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr.

Doch damit noch nicht genug. Um die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit auch richtungsweisend und zukunftsorientiert in optimaler Qualität zu gewährleisten, besitzt im Verband Wolfhager Land die Nachwuchsarbeit eine besondere Priorität. Katrin Himmelreich (Bründersen) vom Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr: „In den 28 Jugendwehren werden derzeit von den Jugendwarten sowie 60 weiteren Betreuern und Helfern 154 Mädchen sowie 308 Jungen auf ihre spätere Verwendung als Einsatzkräfte ausgebildet und geschult.“

Alle zusammen leisteten in 2012 insgesamt 4040 Stunden, die sich in 2331 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 1709 Stunden allgemeine Jugendarbeit aufteilen. Hinzu kommen 20 107 Stunden der Jugendwarte und Betreuer in der Vor- und Nachbereitung der Dienste, Sitzungen, Tagungen sowie der eigenen Aus- und Fortbildung.

Nicht zu vergessen ist natürlich das Engagement der 72 aktiven Musiker in den beiden Feuerwehrspielmannszügen Ippinghausen und Wolfhagen. Ein Höhepunkt der Verbandstage waren Ehrungen (siehe Hintergrund) und der Festzug am Sonntag mit Jahrmarktstrubel und Familiennachmittag auf dem Festplatz (Bericht folgt).

Im Zuge des Unterhaltungsprogramms rockte am Freitagabend die Showband Partyreport mit einer langen Bacardi-Nacht das Zelt, am Samstagabend ließen die Midnight-Ladies sowie Remmi und Demmi beste Stimmung aufkommen.

Hintergrund

Ehrungen

Ehrungen der Deutschen Feuerwehrjugend sowie der Hessischen Feuerwehrmusiker gab es durch Kreisverbandsvorsitzenden Lothar Grebe (rechts) und Stellvertreter Christian Weymann (Dritter von rechts).

Ehrungen durch Landrat Uwe Schmidt, Silvio Burlon, Direktor der Landesfeuerwehrschule, Kreisbrandmeister Christian Fischer, Verbandsvorsitzender Lothar Grebe sowie Heidrun Ledderhose: Das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Band gab es für Stephan Sonnenschein (Sand) und Markus Becker (Balhorn), in Gold für Bernd Ritter, Wolfgang Brede (beide Altendorf), Armin Westhof, Jürgen Berndt, Arnold Nehm (alle Oberelsungen), Michael Heusler, Manfred Pfennig (Altenstädt), Hartmut Feurig (Oelshausen) und Udo Schwedes (Breuna).

Mit dem Ehrenzeichen für besondere Verdienste wurden Frank Brunst (Wolfhagen) und Thomas Swoboda (Bründersen) dekoriert. Die Jugendwehr-Floriansmedaille in Bronze erhielten Philipp Löber und Tina Albert (Balhorn), die in Gold Stefan Bubenhagen (Sand). Das Ehrenzeichen der Hessischen Feuerwehrmusiker in Gold bekam Siegried Heinicke (Ippinghausen).

Geehrt mit der Sankt Florians-Medaille des Feuerwehrverbandes Kurhessen Waldeck in Bronze wurde Kathrin Gerhold (Ehlen), mit der in Silber Uwe Mathe (Balhorn). Über die Silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes freute sich Harald Baake (Oberlistingen) freuen. (zih)

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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