Verkehrssicherheit: Stadt greift Hinweis zur Verkehrsführung in Stadtmitte auf

Stopp-Schild könnte helfen

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Erst kürzlich krachte es: Der Kreuzungsbereich Bahnhofstraße /Im Hain in Naumburg wird von einem Anwohner als gefährlich bezeichnet. Im Vordergrund sind noch die Spuren des Verkehrsunfalls zu sehen, der sich in der vergangenen Woche ereignete (wir berichteten). Dabei wurde eine Person schwer verletzt.

Naumburg. Nachdem sich kürzlich ein Unfall mit einer schwerverletzten Person an der Kreuzung Bahnhofstraße/Im Hain ereignete (wir berichteten), denkt die Stadt Naumburg nun über eine Änderung beziehungsweise Ergänzung der bestehenden Verkehrsführung nach. Auslöser der Überlegungen ist ein Hinweis des Naumburgers Stefan Günst.

Er wohnt und arbeitet in Sichtweite des Knotenpunktes in der Stadtmitte und hat dort bereits häufig beobachtet, „dass besonders Ortsunkundige große Schwierigkeiten haben“, die Regelung zu verstehen.

Gerade bei der Fahrt aus Richtung Ippinghausen sei es laut Günst trotz vorhandener Schilderregelung nicht eindeutig, dass sich gegenüber eine Einbahnstraße befindet: „Viele fahren da trotzdem hinein.“ Problematisch sei es auch aus umgekehrter Richtung, dort versperrt eine Hecke die Sicht der Autofahrer auf die Bahnhofstraße.

Er habe schon jahrelang befürchtet, dass es dort einen schweren Unfall gibt, sagt der 52-Jährige. Er wolle keineswegs nur Kritik üben, sagt Günst, sondern „auf ein Problem aufmerksam machen“. Einen konkreten Lösungsvorschlag liefert der Naumburger auch: „Mit einem Stopp-Schild oder neuer Linienführung, könnte man den Bereich mit einfachen Mitteln entschärfen.“

Auf diesen Hinweis reagiert Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable durchaus offen: „Das ist ein sehr guter Vorschlag und hätte eventuell auch eine höhere psychologische Wirkung für die Autofahrer.“ Zwar sei der Kreuzungsbereich kein klassischer Unfallschwerpunkt, aber dort fließe der meiste Verkehr in der Stadt. Auch die Sichtweise, dass es besonders für auswärtige Fahrer schwierig sei, den Überblick zu behalten angesichts der Verkehrsführung, ist für Hable nachvollziehbar.

Oft wird scharf gebremst

Dies bestätigt auch Britta Braun, die seit sechs Jahren als Verkäuferin in der Bäckerei Meyer arbeitet direkt an der betroffenen Kreuzung. Die 41-Jährige sagt: „Ich beobachte täglich, wie irritierte Autofahrer scharf abbremsen, gerade auswärtige Fahrer haben da Probleme.“

Bürgermeister Hable hofft kurzfristig auf eine Verbesserung der Situation durch die neuen Linien, die demnächst als Abschluss der Straßenbauarbeiten auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Sie sollten schon mal eine „optische Verbesserung“ erzeugen.

Zusammen mit einem Stopp-Schild, wäre dies wohl die beste Lösung, sagt der Rathauschef. Allerdings läge die Verantwortung beim Kreis, der als Verkehrsbehörde für die Straßen zuständig sei.

Treffen der Behörden

Man wolle aber bei einer so genannten Verkehrsschau vor Ort im November die Thematik besprechen, um die bestmögliche Lösung zu finden. Dabei werden sich dann auch der Landkreis, Stadt, Polizei und Hessen Mobil als Verwaltungsbehörde ein Bild machen und dann die weiteren Entscheidungen abstimmen.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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