Umsetzung hängt von Regierungsbildung ab

Erstmal Stopp für Windräder: Umsetzung hängt von Regierungsbildung ab

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Symbolbild Windräder

Immichenhain/Schrecksbach. Die Planungen für den Windpark zwischen Schrecksbach und Ottrau laufen. Doch das Problem, das die Bürgermeister der Gemeinden sehen, ist die politische Situation. "Es ist wie ein luftleerer Raum", sagte Schrecksbachs Rathauschef Andreas Schultheis.

Solange keine Regierungen in Wiesbaden und Berlin feststehen, gebe es keine Sicherheit für die Umsetzung des Windparks. Derzeit will kein Politiker Entscheidungen treffen. Es könne auch passieren, dass sich Vorgaben und Gesetze ändern. Neue Vorgaben könnten beispielsweise die Abstandsregelungen zu Aussiedlerhöfen wie in Schrecksbach oder die EEG-Umlage betreffen. Die beiden Gemeinden planen gemeinsam Windkraftanlagen zwischen Immichenhain und Schrecksbach zu errichten.

Weiterplanen und abwarten

"Die Zusammenarbeit steht für uns fest", sagte Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz. Herr des Projekts ist die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll. Für Ottrau und Schrecksbach heißt es nun weiterplanen und abwarten. Der Bauantrag liegt bereits in der Schublade. Kürzlich trafen sich die Vertreter der Energiegenossenschaft, Norbert Miltz und Andreas Schultheis zu einem Austausch. Sie werten nun aus, welcher Anlagentyp zwischen Schwalm und Knüll gebaut werden kann zwischen 135 und 149 Meter werden die Windräder hoch sein. "Die Lieferzeit kann bis zu 15 Monaten betragen", sagte Ottraus Bürgermeister. Geschätzt wird, dass ein Hektar Wald für die Bauarbeiten gerodet werden muss. "Danach wird wieder aufgeforstet", so Miltz.

Informationsveranstaltungen für Anwohner

Laut den Planungen soll der im Windpark erzeugte Strom nach Ottrau gehen. Das dortige Umspannwerk muss dafür erweitert werden. Voraussichtlich im Januar will die Gemeinde Ottrau Informationsveranstaltungen für die Anwohner anbieten, bei denen auch die Bürgerbeteiligung besprochen werden soll. "Wir arbeiten kontinuierlich an dem Projekt", betonte Miltz. Doch: "Eine neue Regelung in Berlin kann das Aus für den Standort bedeuten", sagte er, weil er sich beispielsweise dann wirtschaftlich nicht mehr rechne. (cls)

Quelle: HNA

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