Kommentar zur Strafanzeige gegen Wildpark Knüll: Urteil aus der Ferne

Der Deutsche Tierschutzbund erstattet Strafanzeige gegen den Wildpark Knüll. Man werfe dem Park das Töten von zwei kleinen Braunbären ohne vernünftigen Grund vor. Ein Kommentar von Maja Yüce.

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Nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes könnte das Einschläfern der kleinen abgemagerten Bären im Wildpark Knüll ein Straftatbestand sein. Könnte. Es ist ein schwerer Vorwurf. Einer, der die Verantwortlichen des Wildparks hart trifft. Doch sollte man jede Strafanzeige zunächst auf das reduzieren, was sie ist: eine Strafanzeige. Nicht mehr, nicht weniger.

Letztlich kann jeder eine solche Anzeige stellen. Ob diese begründet ist oder nicht, spielt keine Rolle. Und ob die Staatsanwaltschaft letztlich einen Strafantrag stellen und es zu einem Prozess kommen wird, ist noch lange nicht raus.

Fakt ist, mit so mancher Anzeige wurde viel Wind um Nichts gemacht. Ob das mit der Strafanzeige, die der Tierschutzbund stellen will, auch so ist, wird sich zeigen. Vor einem solchen Schritt sollte man sich jedoch genauestens informieren. Vom Tierschutzbund wurde bislang niemand im Wildpark gesehen. Auch die Tierschutzbeauftragte war noch nicht da. Sie urteilen – lautstark – aus der Ferne. Das ist keine Straftat, aber es ist auch nicht fair.

may@hna.de

Wildpark Knüll - Verwaltung wehrt sich gegen Kritik

Quelle: HNA

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