Streichliste für 2012: Neuentaler Gemeindevertreter wollen Geld sparen

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Ein Pfund, mit dem die Gemeinde wuchern will: das Erholungszentrum am Neuenhainer See. Trotz enormer Finanzknappheit wird das Sanitärgebäude saniert, damit das Gelände weiter attraktiv bleibt für die Nutzer. Statt 200.000 Euro soll das aber nicht mehr als 180.000 Euro kosten.

Neuental. Die finanzielle Situation sieht schlecht aus in Neuental. Auch für dieses Jahr müssen neue Schulden in Millionenhöhe gemacht werden, um Pflichtaufgaben zu erfüllen, vor allem im Kanalbau.

Daran können die Gemeindevertreter kaum etwas ändern, das wissen sie auch. Am Montagabend diskutierten sie den Haushaltsplanentwurf für 2012, den Bürgermeister Kai Knöpper vorgelegt hatte. Jede Fraktion hatte sich überlegt, wo man sparen könnte, was verzichtbar sei, und stellte eine eigene Streichliste vor.

Letztlich brachte eine Sitzungsunterbrechung den Erfolg: Nach intensiver Diskussion vor der Theke im Saal des Waltersbrücker Gemeinschaftshauses einigten sich alle Gemeindevertreter auf gemeinsame Vorschläge und verabschiedeten die Änderungen zusammen mit dem Haushalt einstimmig.

Das wurde spontan als Erfolg gewertet. Uwe Heintzemann (SPD) lobte die gute Zusammenarbeit und stellte vor, auf welche Änderungen man sich geeinigt habe:

• Das neue Dach für das DGH in Neuenhain (Ansatz: 70.000 Euro) wird gestrichen, es bleibt bei den jetzigen Notmaßnahmen;

• die Kosten für die Sanierung des Sanitärgebäudes an Neuenhainer See sollen 180.000 Euro nicht überschreiten;
• der Straßenbau am Neuenhainer See wird gestrichen.
• Sperrvermerke gibt es für den Spielplatz in Schlierbach und den Gehweg samt Bushaltestelle in Schlierbach.
• Das Geländeauto für die Feuerwehr Gilsa wird gestrichen.
• Der Feldwegebau bleibt unangetastet (30.000 Euro).

Mit Mehrheit forderten die Gemeindevertreter, bei den Sach- und Verwaltungskosten pauschal fünf Prozent einzusparen (FDP-Vorschlag).

Im Zusammenhang mit den Gemeinschaftshäusern müsse man sich Gedanken machen über eine Konzeption, die längerfristige Lösungen verspreche, meinte Volprecht von und zu Gilsa (CDU). Er wurde darin unterstützt von Uwe Heintzemann (SPD), der vorschlug, bis Jahresende Pläne für die Nutzung und eventuelle Sanierung aller Gemeinschaftshäuser zu machen.

Idee: ein DGH verkaufen

Die Idee der SPD: eines der Gemeinschaftshäuser zu verkaufen. Am besten dafür geeignet sei das in Bischhausen, erläuterte Heintzemann, da es in dem Dorf noch andere Versammlungsmöglichkeiten gebe. Seine Fraktion werde einen entsprechenden Antrag stellen und ihn dann detailliert begründen.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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