Streit in der Arge um die Empfangsbetätigung eines Schecks

Fritzlar. Die Richterin hat eine Verhandlung am Amtsgericht Fritzlar wegen einer Rauferei unterbrochen. Der Verteidiger beantragte, noch zwei Zeugen anzuhören. Auch solle der Tatort besichtigt werden.

Im Juli vergangenen Jahres hatte sich im Wartebereich der Arbeitsförderung Schwalm-Eder (ARGE) in Homberg die Schlägerei zugetragen. Auslöser war ein Scheck, den der angeklagte 57-jährige Sozialhilfeempfänger nicht quittieren wollte. Er war der Auffassung, als Arge-Kunde müsse er den Empfang nicht bestätigen. Dies habe er dem Sachbearbeiter erklärt, so der Angeklagte.

Der 30 Jahre alte Arge-Mitarbeiter sagte, er habe den Scheck wegen der fehlenden Quittung zurück haben wollen. Im Flur habe er versucht, den Mann festzuhalten. Daraus habe sich ein Gezerre entwickelt.

Der Angeklagte habe sich umgedreht und ihm ins Gesicht geschlagen. Dadurch habe er eine Gesichtsprellung erlitten. Er habe den Angeklagten in den Schwitzkasten genommen. Bei den Handgreiflichkeiten seien beide auf die Treppe gestürzt.

Den Ablauf schilderte der Angeklagte anders. Er habe sich auf der Treppe befunden. Wegen einer Operation am Knie sei er am Treppengeländer gegangen, als der Sachbearbeiter ihm folgte und versucht habe, ihm den Scheck wegzunehmen.

Der ARGE-Mitarbeiter habe ihn am Arm gepackt, mehrere Stufen herunter gezogen und an die Wand geschleudert. Der Angestellte habe ihn zu Fall gebracht und sich auf ihn gestürzt. Dabei habe er Prellungen, eine Gehirnerschütterung und einen Rippenbruch erlitten.

Die Verhandlung wird am Freitag, 30. September um 9 Uhr im Amtsgericht Fritzlar fortgesetzt.

Von Michael Auerbach

Quelle: HNA

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