Streit nach Diskobesuch: 18-Jähriger attackierte Gleichaltrigen

Treysa. Weil er nach dem Verlassen einer Schwalmstädter Discothek Streit mit einem anderen Jugendlichen gesucht und ihn körperlich angegriffen hatte, musste sich kürzlich ein 18-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain vor dem Jugendgericht am Amtsgericht Schwalmstadt verantworten.

Dem 18-Jährigen wurde zur Last gelegt, den Gleichaltrigen beleidigt und ihn mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben.

Die Tat ereignete sich im Dezember 2011, als die Jugendlichen mit ihren jeweiligen Freunden in den frühen Morgenstunden vor der Discothek auf Taxis warteten, um den Heimweg anzutreten.

Das Gericht befand den Angeklagten der Körperverletzung und Beleidigung für schuldig und erteilte die Weisung zur Teilnahme am Projekt „Lernen durch Erfahrung“. Unter realen Bedingungen wird der 18-Jährige einen Tag in der JVA Schwalmstadt verbringen. „Sie sollen erfahren, wie es im Gefängnis ist“, erklärte der Richter. Zudem muss der 18-Jährige 200 Euro an den Geschädigten zahlen.

„Ey, Du, mit der hässlichen Frisur, komm doch mal her!“, habe er einem Kumpel zugerufen, der mit nach Hause fahren sollte, berichtete der Angeklagte vor Gericht. Er sei vom Geschädigten geschubst worden und habe ihm eine Kopfnuss gegeben. Getrunken habe er an dem Abend fast nichts.

Der betroffene Jugendliche erklärte während seiner Zeugenaussage: „Er rief, was ich so gucken würde.“ Er sei daraufhin zum Angeklagten gegangen, um zu fragen, was los sei. Daraufhin habe er ihm gesagt, er solle sich verpissen und ihn mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Eine Kopfnuss habe er nicht bekommen.

Der 18-Jährige sei ihm gefolgt, habe weiter gepöbelt, ihn ins Gesicht getreten und mit der Faust geschlagen. Weil er so aufgeregt gewesen sei, habe er den Tritt gegenüber der Polizei nicht erwähnt. Auch habe ihn der Angeklagte dabei nicht richtig getroffen. Erst gegen Mittag sei er mit leichten Kopfschmerzen ins Krankenhaus gegangen, wo ihm ein Arzt eine Prellung des Nasenrückens attestierte.

Der 18-Jährige war bereits einmal wegen Körperverletzung strafrechtlich in Erscheinung getreten. Damals habe er sich ähnlich verhalten, erklärte der Richter. „Einsicht ist bei Ihnen nicht festzustellen“, sagte er. (zhk)

Quelle: HNA

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